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Speicherkarten und digitale Bilderrahmen mit Malware

27.12.2007 | 13:14 Uhr |

Immer mehr Speicherkarten für Digitalkameras kommen mit Malware verseucht in den Handel. Neuerdings scheinen auch die internen Speicherbausteine in digitalen Bilderrahmen betroffen zu sein.

In diesem Jahr sind bereits mehrfach Malware-verseuchte Festplatten in den Handel gelangt. Dabei ist regelmäßig unklar geblieben, wie es dazu kommen konnte. Das Internet Storm Center hat über die Feiertage berichtet , dass auch digitale Bilderrahmen mit auf dem eingebauten Flash-Speicher vorinstallierter Malware ausgeliefert werden. Bereits vor drei Wochen hatte ein Virenforscher von Kaspersky von einer Speicherkarte berichtet, die er in Nepal erworben hatte und die sich zu Hause als infiziert heraus gestellt hatte.

Aleks Gostev, leitender Malware-Forscher bei Kaspersky Lab, hatte bei seinem Himalaja-Urlaub in Nepal eine CF-Card für seine Kamera erworben. Zurück in Moskau stellte sich heraus, dass auf der Speicherkarte nicht nur Fotos zu finden waren. Im Hauptverzeichnis der Karte befanden sich die versteckten Dateien "autorun.inf" und "VirusRemoval.vbs", die als "Worm.VBS.Small.n" erkannt wurden. Dieser nepalesische Wurm könnte immerhin für einen Eintrag im Buch der Rekorde gut sein - er erreichte in Gostevs Kamera eine Höhe von mehr als 6000 m über dem Meeresspiegel.

Wenn dann noch der fest eingebaute Speicher digitaler Bilderrahmen mit Malware verseucht ist, drängen sich Erinnerungen an frühere Zeiten auf, als mit Boot-Viren infizierte Disketten zu den Hauptproblemen zählten, mit denen sich Virenscanner herum schlagen mussten. Es wird uns wohl künftig nichts anderen übrig bleiben als jegliche Digitalkameras, MP3-Player und artverwandte Geräte vor dem ersten Gebrauch sorgfältig auf ihren Malware-Gehalt zu überprüfen.

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