2208639

Ab 1.9.: Windows 10 als Monats-Abonnement erhältlich

25.08.2016 | 11:25 Uhr |

Microsoft bietet Windows 10 ab dem 1. September 2016 im Monats-Abonnement an. Aber nur für Profis. Der Preis ist nun bekannt.

Microsoft bringt tatsächlich ein Abo-Modell für Windows 10, das wissen wir seit dem 13. Juli. Ebenfalls neu ist Surface as a Service. Beides gibt es aber nur für professionelle Nutzer. Auf der Worldwide Partner Conference hatte Microsoft mit „Windows 10 Enterprise E3“ für CSP und „Surface as a Service“ die beiden neuen Abo-Modelle für Unternehmen vorgestellt.

Windows 10 Enterprise E3 für CSP

Über das neue Bezugsmodell „Windows 10 Enterprise E3“ für CSP wird die Edition Windows 10 Enterprise ab 1. September 2016 für kleine und mittelständische Unternehmen im Rahmen eines monatlichen Abonnements über Cloud Solution Provider (CSP) verfügbar sein. CSP-Partner haben damit die Möglichkeit, ihren Kunden das gesamte IT-Angebot von Microsoft im Bereich Services und Abonnements aus einer Hand anzubieten – von Windows 10 über Office 365 und Dynamics Azure bis hin zu CRM-Abonnements. Damit haben die Kunden nur noch einen Vertrag, einen Nutzer-Account, einen Anlaufpunkt für Support-Anfragen und eine Rechnung.

So viel kostet Windows 10 im Abonnement

In de USA kostet Windows 10 Enterprise E3 sieben Dollar pro Monat. Die deutschen Preise hat Microsoft heute bekannt gegeben: 5,90 Euro (UVP) pro Nutzer.

Voraussetzungen für Windows 10 Enterprise E3

Voraussetzung für die Nutzung des Angebots ist eine gültige Version von Windows 10 Pro mit installiertem Anniversary Update auf dem betreffenden Gerät. Über den Login des Kunden via Azure Active Directory werden die bereits im System vorhandenen Enterprise-Funktionen dann aktiviert. Firmen wechseln auf diesem Weg von Windows 10 Pro auf Windows 10 Enterprise und gewinnen damit zusätzliche Funktionen. 

Um Windows 10 Enterprise via CSP zu lizensieren, müssen Kunden eine Lizenz für die Mindestlaufzeit von einem Jahr abonnieren. Die damit erworbene Lizenz umfasst fünf Geräte pro Anwender. Werden weitere Lizenzen benötigt, können diese dem Abonnement bei Bedarf monatlich hinzugefügt oder wieder entfernt werden. Endet das Abonnement oder wird es ausgesetzt, wechselt das Gerät nach 90 Tagen zurück auf Windows 10 Pro.

Zum Schutz vor Datenverlusten bei versehentlich ausgesetzten Abonnements werden wichtige Daten und Funktionen auch nach dem Ablaufen der Frist weiter im Hintergrund erhalten, können bis zur Erneuerung des Abonnements aber nicht mehr genutzt werden.

Zielgruppe für Windows 10 Enterprise E3

Das neue Abo-Modell Windows 10 Enterprise E3 wurde bereits im Juli dieses Jahres auf der Worldwide Partner Conference vorgestellt. Es ist hauptsächlich für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) konzipiert, kann aber auch von größeren Unternehmenskunden in Anspruch genommen werden. 

Unterschiede zwischen Windows 10 Pro und Enterprise

Gegenüber Windows Pro bietet zusätzliche Sicherheits-Funktionen wie Credential Guard und Device Guard. Hier ein Überblick über die zusätzlichen Sicherheits-Features von Windows Enterprise laut Microsoft:

Credential Guard: Hilft beim Verhindern von Pass the Hash-Angriffen durch den Schutz von im Netzwerk angemeldeten Anwendern vor Malware, die auf dem Gerät läuft.

Device Guard: Verschafft Ihnen Kontrolle über Ihre Umgebung mittels strengen Zugriffskontrollen, die den Systemkern von Windows schützen und den Start von nicht vertrauenswürdigen Apps und ausführbaren Dateien verhindern sollen.

AppLocker: Unterstützt Administratoren beim Festlegen, welche Anwendungen und Dateien Anwender auf einem Gerät ausführen dürfen („Whitelisting“).

App-V: Anwender können ohne Installation auf dem lokalen Rechner auf Applikationen zugreifen, indem sie per App-V gestreamt werden. App-V verwandelte Anwendungen in zentral verwaltete Dienste, die nicht installiert werden müssen und nicht in Konflikt geraten mit anderen Applikationen.

Ebenso nur in der Enterprise-Version enthalten sind DirectAccess, Windows To Go, Applocker und BranchCache. Auf dieser Seite listet Microsoft detailliert die Unterschiede zwischen den einzelnen Windows-10-Versionen auf.

Surface as a Service

Neben der oben genannten Lösung für Windows Enterprise E3 hat Microsoft mit „Surface as a Service“ auch ein neues Modell für Surface vorgestellt. So haben Unternehmenskunden die Möglichkeit, die Geräte der Surface-Reihe zu mieten. Zusätzlich ermöglicht das Modell, die Surface Devices mit passenden Cloud- und Softwarelösungen wie Office 365 oder Support-Services zu einem Bundle zu kombinieren.

Für Privatanwender hat Microsoft noch kein Abo-Modell von Windows 10 vorgestellt.




0 Kommentare zu diesem Artikel
2208639