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Rundfunkgebühr soll auf 17,98 Euro erhöht werden

22.01.2008 | 12:34 Uhr |

Nach einem Vorschlag der Rundfunkgebührenkommission KEF soll die Rundfunkgebühr im kommenden Jahr um 95 Cent steigen.

Die KEF hat am Montag ihren Vorschlag für die Erhöhung der Rundfunkgebühr dem Vorsitzenden der Rundfunkkommission der Länder, Ministerpräsident Kurt Beck, vorgelegt. Demnach schlägt die KEF vor, dass die Rundfunkgebühr im Jahr 2009 um 95 Cent auf 17,98 steigen soll. Insgesamt würden sich die Rundfunkgebühren um über 1,5 Milliarden Euro erhöhen.

Laut dem Vorschlag erhält die ARD von der Erhöhung insgesamt 57 Cent. Auf das ZDF entfallen 35 Cent und auf das Deutschlandradio sowie die Landesmedienanstalten jeweils 2 Cent.

Im Vorfeld hatten die Sender für die Jahre 2009 bis 2012 einen Mehrbedarf von 1,50 Euro bis 1,69 Euro angemeldet. Die Rundfunkgebührenkommission einigte sich aber auf einen geringeren Betrag, nicht zuletzt deshalb, weil sie bei den Sendeanstalten Einsparmöglichkeiten beim Personal sieht. Zusätzlich wurden auch Gelder für den digitalen Hörfunk (DAB) gestrichen.

In einer ersten Reaktion bezeichnete der ARD-Vorsitzende Fritz Raff die Anhebung der Rundgefunkgebühr als unzureichend, weil sie unter der Teuerungsrate liege. Kurt Beck zeigt sich hingegen zufrieden mit der Empfehlung. Der Verband Privater Rundfunk- und Telemedien (VPRT) nutzte die Gelegenheit, um die öffentlichen Sender erneut dazu aufzufordern, künftig völlig auf TV-Werbung zu verzichten.

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