30.05.2008, 12:22

Panagiotis Kolokythas

Ab 1. Juni

Ohne Windows-7-Tests künftig kein Windows Vista Logo

Microsoft verpflichtet Hardware-Hersteller bereits ab dem 1. Juni, sich um die Kompatibilität ihrer Produkte mit Windows 7 zu kümmern.
Software und Treiber, die unter einem Nachfolge-Betriebssystem nicht mehr laufen? Wer seinerzeit von Windows 9x/ME auf Windows XP oder Jahre später von XP auf Vista wechselte, kennt die Probleme, die ein neues Betriebssystem mit sich bringt. Bei Windows 7 will es Microsoft besser machen und stellt für die Hersteller schon zum 1. Juni 2008 eine neue, verbindliche Regel auf, die den Wechsel auf Windows 7 erleichtern und Microsoft und den Herstellern viel Kummer ersparen dürfte.
Der vorranging über Microsoft-Themen schreibende Blogger Long Zheng hat eine interessante Änderung in den von Microsoft verfassten "Windows Hardware Logo Program Requirements" entdeckt. Bereits Ende März hatte Microsoft das Dokument um einige Passagen ergänzt.
Demnach gilt ab dem 1. Juni 2008 die Regel, dass OEM-Hersteller, die für ihre Geräte ein "Certified for Windows Vista"-Logo beantragen, sich auch dafür verpflichten, ihre Geräte nicht nur mit Windows Vista zu testen, sondern auch mit einer Beta-Version von Windows 7.
In dem Dokument heißt es auf Seite 36 ("Policy-0024), es sei für Kunden wichtig, dass die Kompatibilität nach einem Upgrade auf ein Nachfolge-Betriebssystem bestehen bleibe und die Hardware (System und Geräte) nach dem Upgrade tadellos funktioniert. Für die Hersteller der Geräte bedeutet dies, dass sie, um ein Vista-Zertifizierungslogo zu erhalten, bei Verfügbarkeit einer Beta-Version von Windows 7, die Geräte nicht nur unter Windows Vista und Windows Server 2008 testen müssen, sondern auch Tests mit der Windows-7-Beta durchgeführt werden müssen.
Die Ergebnisse der Windows-7-Tests beeinflussen zwar nicht die Entscheidung, ob das Vista-Zertifizierungslogo zugesprochen wird. Seitens Microsoft heißt es aber: "Vorfälle mit Hardware, System-BIOS oder Treiber müssen untersucht und von den Partnern vor dem Start des Logo-Programms des neuen Betriebssystems gelöst werden."
Außerdem ist geregelt, dass die Tests nach einem Upgrade von Windows Vista/Server 2008 auf das Beta-Betriebssystem erfolgen müssen. Dabei müssen alle Treiber getestet werden, die auf dem Beta-Betriebssystem installiert werden. Damit wird das in der Praxis übliche Szenario getestet, bei dem ein Anwender auf das neue Betriebssystem durch ein Upgrade des alten Betriebssystems wechselt.
Festzuhalten bleibt, dass die Regel zwar ab dem 1. Juni gilt, aber zu diesem Zeitpunkt wohl kaum eine erste Beta von Windows 7 verfügbar sein dürfte. Die Regel gilt damit erst, sobald die erste Beta von Windows 7 verfügbar ist, was später in diesem Jahr der Fall sein dürfte.

Vorteil der neuen Regel dürfte aber sein, dass nach der Verfügbarkeit der ersten Windows-7-Beta Microsoft bereits ziemlich früh einen Überblick darüber erhält, ob und zu welchen Kompatibilitätsproblemen es bei einem Wechsel von Vista auf Windows 7 (Beta) kommt. Damit bleibt mehr Zeit, die Probleme bis zur finalen Version des Vista-Nachfolgers zu lösen.
Microsoft hatte in dieser Woche erklärt, dass Windows 7 keinen neuen Kernel erhalten wird, sondern der Kernel auf dem von Windows Vista beziehungsweise Windows Server 2008 (Weiterentwicklung des Vista-Kernels) basieren wird. Damit will Microsoft dafür sorgen, dass die Software- und Hardwarekompatiblität von Windows 7 zu Vista erhalten bleibt.
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