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Antiviren-Programm

AVG-Fehlalarm legt Windows lahm

14.03.2013 | 15:46 Uhr |

Das Antiviren-Programm AVG hielt eine wichtige Windows-Datei für den Trojaner "Generic32.FJU". Wurde die Datei in Quarantäne verschoben, stürzte damit Windows ab.

Die Antiviren-Software von AVG leistete sich offenbar einen schweren Fehler. Im Forum von AVG ist nachzulesen, dass viele Kunden ein Problem mit AVG 9.0 gehabt haben sollen - sowohl in der Home-, als auch in der Business-Edition. Offenbar hat das Programm die System-Datei "wintrust.dll" im Verzeichnis "C:\Windows\System32\" für einen Trojaner gehalten und die Datei in die Quarantäne verschoben. Scheinbar ist das Problem nur auf XP-Rechnern aufgetreten.

Durch das Verschieben in die Quarantäne soll AVG 9 Windows XP ausgeknockt haben. Das Betriebssystem verweigert daraufhin Arbeit und Start. Um den Schaden zu beheben muss man die Dateien "winlogon.exe" und "wintrust.dll" von einem funktionierenden XP-System auf das zerschossene System kopieren. Letzteres können Sie über eine Rettungs-CD starten und dann beispielsweise die genannten Daten per USB-Stick auf die Festplatte in den korrekten Pfad (den gleichen, aus dem Sie die Daten von dem zweiten PC haben) kopieren.

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Seit 12:45 soll das Problem Angaben von AVG zufolge behoben sein - in der aktuellen Version AVG 2103 dank Cloud-Anbindung deutlich früher. AVG rät, dass Nutzer älterer AVG-Versionen das Update der Virensignaturdatenbank manuell anschubsen sollen, falls es noch nicht installiert wurde.

AVG ist nicht der erste Antivirenspezialist, dessen Programme schon einmal Amok gelaufen sind. So hat Mitte 2012 ein Update drei Avira-Tools einzelne Programme und sogar Windows selbst blockiert . Bis ein Fix verfügbar war, musste der User damals eine Programm-Komponente manuell deaktivieren.

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