28.03.2011, 16:43

Frank Ziemann

AV-Test

Avast 6.0 auf dem Prüfstand

Im Test müssen das kostenlose Avast Free Antivirus 6.0 und das Schutzpaket Avast Internet Security 6.0 gegen Schädlinge aller Art antreten. Unterschiede zwischen beiden Versionen sind an den Testergebnissen kaum abzulesen.
Mit der neuen Generation 6 seiner Schutz-Software Avast will der Antivirushersteller Alwil aus Prag eine Sandbox nutzen, um verdächtige Programme zunächst in einer abgeschotteten Umgebung zu starten und so schädliche Dateien zu erkennen. Das Magdeburger Prüflabor AV-Test hat Avast Free Antivirus 6.0 und das Avast Internet Security 6.0 unter Windows 7 und XP (jeweils 32 Bit) getestet.
Das Scannen der aktuellen Wildlist-Sammlung mit 2990 Viren und Würmern stellt Avast 6.0 vor keine Probleme: alle Schädlinge werden erkannt. Die umfangreichere Auswahl aktueller PC-Malware aller gängigen Kategorien (über 141.000 Dateien) erkennen beide Avast-Produkte zu 98,51 Prozent. Das ist ein sehr gutes Resultat – der Durchschnitt aller im März 2011 getesteten Produkte liegt bei 97,71 Prozent. Norton 360 schneidet hierbei nur wenig besser ab.
Bei der Erkennung und Beseitigung schädlicher Dateien auf einem infizierten PC ist Avast 6.0 in 10 von 25 Fällen erfolgreich (76 Prozent), es bleiben jedoch zum Teil Spuren wie verwaiste Run-Einträge in der Windows-Registry zurück. Der Industriedurchschnitt im März liegt bei 85 Prozent. Aktive Rootkits erkennt Avast in 21 von 25 Fällen dieses Tests (84 Prozent) und kann 13 entfernen (52 Prozent). Das ist kein Fortschritt gegenüber der Vorversion 5.0.
Der Scan von 250.000 harmlosen Dateien hat keine Fehlalarme erzeugt. Komplett-Scans dauern bei Avast Internet Security etwas länger als bei der Gratis-Version, da erstere zusätzliche Schutzfunktionen enthält. Beide sind meist etwas flotter als Norton 360, brauchen jedoch bei wiederholten Scans ebenso lange wie beim ersten Durchlauf.
Avast Free Antivirus 6.0 bietet kostenlosen Basisschutz auf hohem Niveau, einige erweiterte Schutzfunktionen wie die neue Sandbox oder die "Stille Firewall" bleiben jedoch den kostenpflichtigen Ausgaben vorbehalten.
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