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ATI verkauft Grafikchips an Fremd-Hersteller

30.05.2001 | 15:53 Uhr |

ATI hat bekannt gegeben, seine Grafikchips ab sofort auch an andere Produzenten zu verkaufen. Diese können die Chips auf Karten unter ihren eigenen Namen vertreiben. Die Herstellung eigener Grafikkarten will ATI beibehalten.

ATI hat bekannt gegeben, seine Grafikchips ab sofort auch an andere Produzenten zu verkaufen. Diese können die Chips auf Karten unter ihren eigenen Namen vertreiben. Die Herstellung eigener Grafikkarten behält ATI bei.

ATI will mit diesem Schritt der Konkurrenz von Nvidia entgegentreten. In den letzten zwölf Monaten konnte Nvidia kontinuierlich seine Markanteile steigern. Im letzten Quartal 2000 betrug der Marktanteil von Nvidia-Produkten bei Desktop-PCs 48 Prozent, der von ATI nur 34 Prozent. Ein Jahr zuvor hatte ATI zwar mit 35 Prozent nahezu den selben Marktanteil, Nvidia aber lediglich 18 Prozent, wie Hartware.net meldet.

ATI hofft bis zum Spätherbst rund 18 Verträge über den Verkauf von Grafikchips abschließen zu können. Davon entfallen fünf bis acht Verträge auf Desktop-PC-Produzenten, acht bis zehn auf Notebook-Fabrikanten.

Der kanadische Grafikchip-Produzent hatte bereits in der Vergangenheit Grafikchips an Dritt-Hersteller verkauft. Allerdings handelte es sich hierbei lediglich um geringe Stückzahlen und der Vorgang wurde nie an die Öffentlichkeit getragen.

Die detaillierte Vorstellung der neuen Firmenpolitik soll im Juni auf der Computex in Taipeh erfolgen.

Realistischere Grafiken mit Truform-Rendering (PC-WELT Online, 29.05.2001)

Testbericht ATI Radeon 32 MB SDRAM

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