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ATA doppelt so schnell

20.12.2000 | 16:49 Uhr |

Die neue Spezifikation "Serial ATA" soll die Datenübertragung zwischen Prozessor und Festplatten beschleunigen. Serial ATA sieht ein Tempo von bis zu 200 Megabyte pro Sekunde vor, wird längere Kabel möglich machen und damit auch einen positiven Einfluss auf die Kühlung von PCs haben.

Obwohl die Geschwindigkeit von Prozessoren und Festplatten seit Jahren stetig steigt, wurde den ATA-Schnittstellen, über die die Daten übertragen werden, bislang relativ wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

Diese Schnittstelle kann so zu einer Art Flaschenhals werden, da die Daten nicht so schnell übertragen werden können, wie sie beispielsweise ein Pentium 4 verarbeiten könnte. Das System wäre somit nicht so schnell, wie es die Technik eigentlich erlauben würde.

Durch die so genannte "Serial ATA"-Spezifikation soll dieses Problem nun gelöst werden. Diese soll doppelt so viele Daten übertragen können als ATA 100, der momentane Standard. Das entspricht einer Übertragungsrate von 200 Megabyte pro Sekunde.

An der Entwicklung sind auch diverse Schwergewichte der PC-Industrie beteiligt, unter anderem Dell oder IBM. "Es ist wichtig, dass die Schnittstellen Schritt halten und schneller als Festplatten arbeiten können", so Tom Pratt, Entwicklungsmanager bei Dell. "Parallel (ATA) ist eine Sackgasse. Die Serial-ATA-Schnittstelle sieht sehr vielversprechend aus. Sie wurde für eine Zeitspanne von zehn Jahren entwickelt."

Neben dem Geschwindigkeitsvorteil bietet Serial ATA noch einen weiteren: Die Verbindungskabel können bis zu 90 Zentimeter lang sein, die maximale Länge eines Parallel-ATA-Kabels beträgt lediglich 45 Zentimeter.

Dies ermöglicht eine bessere Kühlung der PCs, da das Kabel am Rand des Gehäuses verlegt werden kann, was die Luftzirkulation innerhalb des PCs verbessert.

Die Entwickler rechnen ab Ende 2001 mit einem Einsatz der neuen Schnittstelle. Bis alle Hersteller die Spezifikation übernehmen, werden nach Schätzungen bis zu zwei weiteren Jahren vergehen. (PC-WELT, 20.12.2000, mp)

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