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Versicherung warnt vor Handynavigation am Steuer

Das Handy während der Autofahrt in die Hand zu nehmen, ist prinzipiell verboten. Jetzt warnt die ARAG Versicherung ihre Kunden vor der Verwendung von Navigationsfunktionen, die bereits in vielen Smartphones eingebaut sind. Wer von der Polizei erwischt wird, zahlt ein Bußgeld und kassiert Punkte. Die Warnung verkürzt allerdings das Urteil vom Juli 2008, auf das sie sich bezieht.

Die Rechtsschutzversicherung ARAG warnt ihre Kunden in einer aktuellen Mitteilung, das Handy für die Navigation zu benutzen. Denn "auch in dieser Funktion bleibt die Handynutzung verboten", wie deren Experten wissen. Denn gleichgültig, welchen Dienst des Telefons der Nutzer verwenden möchte: Er muss die Hände vom Lenkrad nehmen und ist zumindest in der Bedienphase abgelenkt. Das Handy darf aber nur angefasst werden, um es woanders hinzulegen. Alles andere ist verboten und wird mit Bußgeldern bestraft, schreibt die Versicherung.

Die Mitteilung bezieht sich auf einen konkreten Fall im Juli 2008, stellt das Urteil jedoch verkürzt dar. Das Oberlandesgericht Köln verurteilte einen Autofahrer zur Zahlung eines Bußgeldes in Höhe von 70 Euro, weil er während der Fahrt mit seinem Auto das Handy zum Navigieren in die Hand genommen hatte. Das Gericht berief sich auf die Straßenverkehrsordnung, in der die Nutzung eines Handys während der Fahrt untersagt ist, wenn der Fahrer das Gerät dafür aufnimmt oder hält. Der Richter untersagte die Nutzung der Navigationsfunktion allerdings nicht komplett, den Anweisungen darf weiterhin während der Fahrt gefolgt werden. Möchte der Autofahrer jedoch beispielsweise ein neues Ziel eingeben, muss er vorher anhalten und den Motor ausmachen.

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