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18.01.2013, 15:48

Frank Ziemann

Datenschutz-App

APEFS schützt Androiden vor Datenklau

APEFS filtert verdächtige Apps aus

Eine an der Universität Siegen entwickelte App soll Android-Benutzern dabei helfen ihre gespeicherten Daten vor allzu neugierigen Apps zu schützen. APEFS sucht nach verdächtigen Mustern und filtert unpassende Apps vor ihrer Installation aus.
Android-Apps lassen sich bei der Installation gerne allerlei Berechtigungen einräumen, vom Zugriff auf gespeicherte Kontakte über Internet-Zugang bis zur Verfügungsgewalt über Anrufe und SMS. Nicht immer erscheinen alle diese Rechte wirklich nötig, um den vom Benutzer beabsichtigten Einsatzzweck zu erfüllen. Doch Android ermöglicht es ihm nicht einer App einzelne Rechte zu verweigern.
Daran kann auch APEFS nichts ändern, eine App, die an der Universität Siegen, Lehrstuhl für Betriebssysteme und verteilte Systeme, unter der Leitung von Prof. Dr. Roland Wismüller entwickelt worden ist. APEFS (Android PErmission Filter System) erlaubt es jedoch bereits vor der Installation einer App festzulegen, welche Berechtigungen Apps bekommen sollen und schlägt passende Anwendungen aus Google Play vor.

APEFS durchsucht die Detailbeschreibungen der Apps bei Google Play und filtert nach durch den Benutzer vorgegebenen Kriterien unpassende Apps aus. Übrig bleiben also nur diejenigen Apps, die den Auswahlkriterien des Benutzers entsprechen. Auch bereits installierte Apps lassen sich mit APEFS untersuchen. Dabei gefundene, verdächtig erscheinende Apps kann der Benutzer dann entfernen.

APEFS ermöglicht allerdings derzeit noch keine Beurteilung, was eine App mit den angeforderten und erteilten Berechtigungen anstellt. Nur weil sie Zugriff auf gespeicherte Kontakte und den Internet-Zugang verlangt, heißt das noch nicht, dass sie die Kontaktliste an einen Server im Internet sendet. Es obliegt also weiterhin dem Benutzer zu beurteilen, ob er etwa ein Spiel installieren möchte, das sich das Recht einräumen lässt SMS zu versenden.

Die Siegener Forscher wollen zukünftig auch untersuchen, was Apps tatsächlich machen. Dazu soll eine Informationsflussanalyse der Apps dienen. Sie würde Aufschluss darüber geben, wo in der App Informationen fließen, also etwa, ob ausgelesene Kontaktdaten ins Internet geschickt werden. Einen Prototyp einer solchen Analyse hat Julia Sigmund bereits im Rahmen ihrer Diplomarbeit erstellt.
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