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AOLs Einwahl-Software noch millionenfach im Einsatz

11.05.2015 | 09:45 Uhr |

Über 2 Millionen US-User nutzen immer noch die AOL-Einwahl-Software, um per Modem ins Internet zu gehen.

AOL-CDs landeten Ende der 1990er Jahre per Post und Zeitschriften milliardenfach in Haushalten auf der ganzen Welt und sollten eine möglichst einfache Art anbieten, sich über ein Modem mit dem AOL-Netzwerk und dem Internet zu verbinden. Aktuelle Zahlen zeigen: In den USA nutzen weiterhin über 2,1 Millionen Anwender den AOL-Einwahl-Dienst, wie der US-IT-Dienst Cnet meldet. Das geht auf jeden Fall aus den Quartalszahlen hervor, die AOL am vergangenen Freitag veröffentlicht hat. Die betreffenden User zahlen jeweils um die 20 US-Dollar (etwa 18 Euro) an AOL, um sich per Modem und maximal 56 Kilobit/s mit dem Internet verbinden zu können. Immerhin: Die Zahl ist im Vergleich zum Vorjahresquartal um etwa 300.000 Nutzer gesunken.

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Warum gibt es noch Nutzer, die für eine so langsame Verbindung ins Internet vergleichsweise so viel Geld zahlen? Eine Vermutung ist, es handelt sich vor allem um ältere Anwender, die zufrieden mit ihrem laufenden System sind und daran nichts ändern wollen. Und die oft vielleicht auch gar nicht wissen (oder wissen wollen), was für andere Möglichkeiten es mittlerweile gibt, um ins Internet zu gelangen.

Eine andere Vermutung ist, dass darunter viele Nutzer sind, die sich keine zwar schnellere aber dafür auch teurere Internet-Anbindung leisten wollen oder können. Laut AOL zahlen auch nicht alle 2,1 Millionen AOL-Nutzer ihre Gebühren, sondern dürften zum Teil den Dienst auch kostenlos nutzen, nachdem sie in der Vergangenheit gedroht hatten, den Dienst kündigen zu wollen. Die Nutzer wurden dann auf einen Gratis-Status umgestellt.

Für alle, die nicht wissen, wie es klang, wenn man sich per Modem ins Internet einwählt. Hier unser Video-Tipp:

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