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AOL zieht gegen Phisher vor Gericht

01.03.2006 | 15:44 Uhr |

Schadenersatzklagen über 18 Millionen Dollar richten sich gegen 30 Phishing-Gruppen.

Vor einem Bezirksgericht in Alexandria, im US-Bundesstaat Virginia, klagt der Onlinedienst AOL gegen 30 nicht benannte Phishing-Organisationen. Durch die Klageerhebung hofft AOL, Licht ins Dunkel der Aktivitäten dieser Gruppen zu bringen, die Täter zu identifizieren und aus dem Verkehr ziehen zu können.

Grundlage der drei angestrengten Zivilgerichtsverfahren sind ein Anti-Phishing-Gesetz in Virginia sowie US-Bundesgesetze gegen Urheberrechtsverletzungen und Spam. Der geltend gemachte Schaden von 18 Millionen US-Dollar bezieht sich nicht auf die Schädigung einzelner AOL-Benutzer sondern auf das Unternehmen selbst. Das Anti-Phishing-Gesetz von Virginia erlaubt Privatpersonen keine Klagen, wohl aber geschädigten Unternehmen.

Die verklagten Phishing-Gruppen sollen massenhaft gefälschte Mails an Mitglieder von AOL und Compuserve geschickt haben, um sie auf nachgeahmte Web-Seiten zu locken. Auf diesem Wege sollen sie sich persönliche Informationen und Zugangsdaten erschlichen haben. Dazu sollen sie auch AOL-Mitteilungen und AOL-Seiten gefälscht haben. Die meisten der verklagten Phisher residieren mutmaßlich außerhalb der USA.

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