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AOL haut Spammern auf die Finger

17.12.2002 | 14:50 Uhr |

In den USA hat ein Spam-Versender, der sich Mitglieder von America Online als Opfer auserkoren hatte, eine empfindliche Schlappe einstecken müssen. Ein Gericht aus Virginia verdonnerte den Spammer zu einer hohen Geldstrafe und das Versenden von Spam-Mails an AOL Mitglieder wurde ebenfalls untersagt. Die Firma hatte mit ihren Mails für Internet-Seiten geworben, auf denen pornografische Produkte vertrieben werden.

In den USA hat ein Spam-Versender, der sich Mitglieder von America Online als Opfer auserkoren hatte, eine empfindliche Schlappe einstecken müssen. Ein Gericht aus Virginia verdonnerte den Spammer zu einer Geldstrafe in Höhe von sieben Millionen Dollar. Das Versenden von Spam-Mails an AOL Mitglieder wurde ebenfalls untersagt. Die Firma hatte mit ihren Mails für Internet-Seiten geworben, auf denen pornografische Produkte vertrieben werden.

Das "U.S. District Court of the Eastern District" in Virginia beendete damit einen seit 1998 - mit kleineren Unterbrechungen - dauernden Feldzug von AOL gegen CN Productions. 1999 gelang es AOL, einen ersten Prozess zu gewinnen - damals wurde die Spammer-Firma per gerichtlicher Verfügung dazu verurteilt, das Versenden zu unterlassen. Zwei Jahre später sah sich AOL allerdings dazu gezwungen, das Gericht erneut anzurufen, da die Verfügung unterwandert wurde. Insgesamt soll CN Productions rund eine Milliarde Werbe-Mails an AOL-Mitglieder versandt haben.

Bei dem jetzt gefällten Urteil konnte ein neues Anti-Spam Gesetz von Virginia erstmals seine Wirkung entfalten - für jeden Tag an dem Spam widerrechtlich versandt wird, wird eine Strafe in Höhe von 25.000 Dollar fällig.

Darüber hinaus ist es die bislang höchste Geldstrafe, die AOL im Kampf gegen Spammer zugesprochen wurde. Randall Boe, Vize Präsident und General Counsel von AOl, verspricht sich von dem Sieg eine erhebliche Signalwirkung.

Spam-Versender ertrinkt in Werbepost (PC-WELT Online, 11.12.2002)

Wissenschaftler: Intelligente Mails sollen Spam-Terror stoppen (PC-WELT Online, 06.12.2002)

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