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AOL gibt auf

16.06.2000 | 16:14 Uhr |

AOL hat den Kampf gegen die Konkurrenten seines Instant-Messenger (IM) aufgegeben. Somit werden in Zukunft Benutzer verschiedener IM-Programme problemlos untereinander erreichbar sein.

AOL hat den Kampf gegen die Konkurrenten seines Instant-Messenger (IM) aufgegeben. Der Provider will nun anderen Anbietern Informationen darüber zukommen lassen, wie ihre Programme mit dem AOL Instant Messenger in Kontakt treten können. Ebenso will AOL den Weg für einen gemeinsamen Standard beim Instant-Messenging freimachen, so dass in Zukunft Benutzer verschiedener IM-Programme problemlos untereinander kommunizieren können.

Im jüngsten Fall war AOL massiv gegen Odigo vorgegangen, die ihren Messenger auch für AOL-Nutzer zugänglich machen wollten. Odigo hatte sich dabei auf einen offenen Konflikt eingelassen und mit immer neuen Patches (siehe Glossar) auf die Blockierungsversuche von AOL reagiert. Auch den Annäherungsversuchen anderer Hersteller, wie Microsoft oder AT, hatte AOL in der Vergangenheit Absagen erteilt.

Laut Cnet reagierte Odigo auf die AOL-Ankündigung eher zurückhaltend. Taten seien jetzt wichtiger als Worte, so Avner Ronen, einer der Mitbegründer von Odigo. (PC-WELT, 16.06.2000, pk)

Meldung von AOL zum Thema Instant-Messenger

Odigo: Chatten mit AOL-Nutzern? (PC-WELT Online, 15.6.2000)

AOL blockiert Zugang zu Buddies (PC-WELT Online, 15.12.1999)

Messenger 2.0 Gratis, aber ohne Buddies (PC-WELT Online, 8.12.1999)

Messenger-Streit: Microsoft lenkt ein (PC-WELT Online, 18.11.1999)

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