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AOL erneuert Instant-Messaging-Patent von ICQ

19.12.2002 | 09:42 Uhr |

Wie erst jetzt bekannt wurde, hat AOL bereits im September dieses Jahres ein Patent auf eine Kern-Technologie für IM-Anwendungen (Instant Messaging) erneuert. Damit ist das Unternehmen der alleinige Rechteinhaber für ein Verfahren, mit dem sich festgestellen lässt, welche Anwender online sind.

Wie erst jetzt bekannt wurde, hat AOL bereits im September dieses Jahres ein Patent auf eine Kern-Technologie für IM-Anwendungen (Instant Messaging) erneuert, wie unsere Schwesterpublikation Computerwoche berichtet. Damit ist das Unternehmen der alleinige Rechteinhaber für ein Verfahren, mit dem sich festgestellen lässt, welche Anwender online sind. Im AIM (AOL Instant Messenger) ist die Technologie zum Beispiel in der so genannte Buddy-Liste realisiert.

Experten zufolge könnte AOL aufgrund des Patents jeden IM-Anbieter wegen Urheberrechtsverletzungen verklagen, der die gleiche Technik einsetzt. Konkurrenten sind unter anderem Microsoft mit dem MSN-Messenger und Yahoo mit dem "Yahoo! Messenger". Entsprechende Spekulationen von US-Medien wollte AOL-Sprecher Andrew Weinstein bislang nicht kommentieren.

Das Patent hatte 1997 der damalige Eigentümer der IM-Anwendung ICQ , die israelische Firma Mirabilis, erworben. Ein Jahr später hatte AOL ICQ mit rund elf Millionen Anwendern übernommen. 1999 brachte Microsoft den MSN-Messenger heraus. Bis AOL das Microsoft-Produkt blockierte, konnten AOL- und MSN-Nutzer über die Tools kommunizieren. Zwischen ICQ und AIM lassen sich seit Oktober dieses Jahres Nachrichten austauschen.

ICQ: Erste 2003er Beta-Version erschienen (PC-WELT Online, 28.11.2002)

AIM- und ICQ-User dürfen künftig miteinander chatten (PC-WELT Online, 30.10.2002)

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