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AOL durch Hacker ausspioniert

Hacker haben sich in den USA Zugriff auf die Kundendatenbanken von AOL verschafft. Dabei konnten sie kritische Daten - etwa Rechnungsadressen oder Kreditkarteninformationen - einsehen. Deutsche Kunden sind ersten Erkenntnissen zufolge nicht betroffen.

Hacker haben sich in den USA Zugriff auf die Kundendatenbanken von America Online verschafft. Dabei konnten sie kritische Daten - etwa Rechnungsadressen oder Kreditkarteninformationen - einsehen. Laut AOL missbrauchten die Hacker die internen Zugänge von AOL-Mitarbeitern auf die Datenbanken mit Hilfe eines per Mail verschickten Spionage-Programms. Man habe inzwischen zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen und werde alles tun, dass "diese Hacker für ihre illegalen Handlungen strafrechtlich verfolgt werden".

Nach Angaben von Unternehmenssprechern ist nur eine "sehr beschränkten Anzahl" von Kundenkonten betroffen. Laut Frank Sarfeld, Sprecher von AOL Deutschland, sind deutsche Kunden ersten Erkenntnissen zufolge nicht Opfer des Hacks geworden.

Ein Reporter des US-Fernsehsenders MSNBC hatte am Wochenende berichtet, ein Hacker mit dem Namen "Retired" habe ihm als Beweis für den Angriff die Informationen über sein Kundenkonto geschickt. Dort war auch angeführt, wann der Journalist sich zuletzt in das AOL-Netzwerk eingeloggt hatte.

Ein Bericht über die Verwundbarkeit des AOL-Sicherheitssystems wurde auf der Website www.observers.net veröffentlicht, für die ehemalige AOL-Mitarbeiter arbeiten. Sie erklärten, mit der Veröffentlichung solle AOL Gelegenheit gegeben werden, die Lücke zu schließen. (PC-WELT, 19.06.2000, dpa/ sp)

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