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AOL auf Schmusekurs mit Mozilla

12.03.2002 | 10:01 Uhr |

Gerüchten im Internet zufolge will sich AOL vom Microsoft Internet Explorer als Standard-Browser seiner Zugangssoftware trennen. Der Branchenriese setzt stattdessen auf Mozilla.

Branchenriese AOL will sich in naher Zukunft vom Microsoft Internet Explorer als Standard-Browser seiner Zugangssoftware trennen und stattdessen auf Mozilla setzen, wie aus einem Bericht des englischsprachigen Informationsdienstes Newsforge hervorgeht.

Den Einsatz von Mozilla plant der Internet Service Provider angeblich schon für die Version 8.0 seiner Zugangssoftware (aktuell ist momentan AOL 7.0 - wir berichteten ).

Erfahrungen mit dem "Produkt" soll AOL übrigens auch schon haben: Newsforge zufolge ist die Gecko Rendering Engine, Kernstück des Mozillas Browsers, bereits in Beta-Tests bei der AOL-Tochter Compuserve zum Einsatz gekommen. Anwender sollen bislang "sehr positiv" reagiert haben.

Ein schwieriges, aber überwindbares Hindernis auf dem Weg zum neuen Browser soll nur die Umstellung von wichtigen AOL-Partnersites sein. Diese müssten erst die Explorer-spezifische Programmierung aus ihren Websites herausnehmen und auf den W3C-Standard umstellen.

Darüber hinaus weiß der Informationsdienst zu berichten, dass es sich bei den Gesprächen zwischen dem Linux-Distributor Redhat und dem Branchenriesen AOL vor rund zwei Monaten keineswegs um Übernahmegespräche gehandelt habe ( wir berichteten ). Es seien viel mehr Verhandlungen über Supportdienstleistungen für den Server-Park von AOL geführt worden. Demnach plant AOL den Komplett-Umstieg auf Linux in diesem Bereich - um für mehr Effizienz zu sorgen und Kosten zu sparen.

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