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AOL-User lassen sich von Chat-Robot täuschen

30.08.2000 | 17:07 Uhr |

"Eliza", ein simples Konversationsprogramm aus dem Jahr 1966, täuscht im Chat des AOL Instant Manager die Benutzer. Das Programm gibt sich nicht als solches zu erkennen und war in der Vergangenheit in der Lage, einige fast realistische Gespräche mit ahnungslosen Chattern zu führen. Protokolle dieser Chats wurden jetzt veröffentlicht.

"Eliza", ein simples Konversationsprogramm aus dem Jahr 1966, täuscht im Chat des AOL Instant Manager die Benutzer. Das Programm gibt sich nicht als solches zu erkennen und war in der Vergangenheit in der Lage, einige fast realistische Gespräche mit ahnungslosen Chattern zu führen. Protokolle dieser Chats wurden jetzt veröffentlicht.

Eliza wurde von Joseph Weizenbaum als einfacher Versuche einer künstlichen Intelligenz entwickelt. Das Programm erkennt Aussagen eines Gesprächspartners und ist in der Lage, Schlüsselinformationen daraus zu entnehmen. Eliza hat keine Ahnung, wovon sie redet, aber sie kann den Gesprächspartner auf seine vorangegangenen Aussagen ansprechen. Oft genug ist das ausreichend, um einen Menschen, der nach einem Ansprechpartner sucht, zu täuschen.

Der Student Kevin Fox von der Berkley-Universität hat eine Version dieses Programmes mit seinem AOL Instant Messanger verbunden und unter dem Usernamen AOLiza auf die ahnungslose Chatgemeinde losgelassen. Die Ergebnisse der entstandenen Konversationen stehen nun anonymisiert auf seiner Homepage.

AOL-Pressesprecher Nicholas Graham erklärte, dass AOL nicht glücklich über AOLiza sei. Bisher sind aber noch keine Beschwerden eingegangen. AOL überlegt sich aber gegebenenfalls gegen den geheimen Roboter vorzugehen.

Eliza ist weiter im AOL-Chat unterwegs, allerdings unter einem neuen Pseudonym. Fox möchte auch weiterhin interessante und unterhaltsame Chatergebnisse präsentieren können. (PC-WELT, 30.08.2000, meh)

Die Homepage von AOLiza

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