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AOL: Telekom-Flatrate nichts für Dauer-Surfer

Nach der Ankündigung der T-Online-Flatrate hat T-Online-Erzrivale AOL wettbewerbsrechtliche Bedenken geäußert. Wie andere Online-Anbieter müsse auch T-Online der Telekom etwa 2,6 Pfennig je eingekaufter Online-Minute zahlen. Bei Kunden, die länger als etwa 50 Stunden online seien, werde T-Online daher draufzahlen.

Nach der Ankündigung der T-Online-Flatrate hat T-Online-Erzrivale AOL wettbewerbsrechtliche Bedenken geäußert. Wie andere Online-Anbieter müsse auch T-Online der Telekom etwa 2,6 Pfennig je eingekaufter Online-Minute zahlen, so AOL-Europe-Sprecher Frank Sarfeld. Bei Kunden, die länger als etwa 50 Stunden online seien, werde T-Online daher draufzahlen.

AOL plant nach eigenen Angaben derzeit keine eigene Flatrate. Man werde aber sehr genau beobachten, wie der Markt auf das Angebot der Konkurrenz reagiere. Sarfeld verlangte von der Telekom außerdem einen Großkundenpreis, mit dem sowohl T-Online als auch andere Online-Anbieter kalkulieren könnten.

Philipp Sudholt, Gründer der Initiative "Internet ohne Taktung"(www.ungetaktet.de), bezeichnete die T-Online-Flatrate als Schritt in die richtige Richtung. Der Preis von 79 Mark sei im Vergleich mit den USA aber noch immer zu hoch und werde in Deutschland nicht den erwünschten Internet-Boom auslösen. Es sei zu hoffen, dass die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation für einen echten Wettbewerb unter den Flatrate-Anbietern sorgen werde. Wünschenswert ist nach Ansicht von Sudholt eine monatliche Pauschale zwischen 40 und 50 Mark für Endkunden.

T-Online-Chef Wolfgang Keuntje sagte dagegen, die neuen Tarife seien exakt auf die Anforderungen des Marktes zugeschnitten. "Mit T-Online flat ist die Uhr zu einem supergünstigen Preis nun endgültig abgeschaltet", so Keuntje. (PC-WELT, 26.05.2000, dpa/ sp)

Internet-Flatrate für 79 Mark (PC-WELT Online, 26.5.2000)

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