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AOL Phone: Auch AOL startet VoIP-Angebot

05.04.2005 | 06:55 Uhr |

Später als andere Provider geht jetzt auch AOL mit einem VoIP-Angebot an den Start. Der Clou: Anwender zahlen nicht für den Internet-Traffic, sondern nur für die Gespräche.

Später als viele Konkurrenten geht AOL mit einem Voice-over-IP-Angebot an den Start. Doch den zeitlichen Nachteil könnte der Provider durch intelligente Funktionen von AOL Phone wett machen. Das Besondere: Durch eine von AOL entwickelte Technik werden nur die Kosten für das eigentliche Telefonat, nicht aber die hierfür verbrauchte Online-Zeit oder das angefallene Datenvolumen berechnet. Hierfür ist allerdings eine spezielle, von AOL zertifizierte Hardware nötig, die für die Telefonie eine zweite PPPOE-Verbindung aufbaut. Damit eignet sich AOL Phone vor allem für Anwender, die zwar DSL haben, aber einen Zeittarif nutzen.

"Durch die Nutzung der zweiten PPPOE-Session lässt sich der Voice-over-IP-Datenstrom priorisieren, was eine hohe Sprachqualität gewährleistet", erklärt Jens Pape, Vice President Technology & Operations bei AOL Deutschland. Allerdings besteht auch bei anderen Providern das Problem, dass der Datenstrom abreißt, in der Regel nicht. Schließlich bietet eine DSL-Verbindung mehr als genug Bandbreite für gleichzeitiges Surfen, Downloaden und Telefonieren.

Auch AOL nutzt die Möglichkeiten, die VoIP-Telefonie bringt, aus: Unter anderem zählen eine Mailbox, Rufnummernanzeige, Anrufweiterleitung, Anklopfen und Makeln zu den Zusatzfunktionen, die bei einem herkömmlichen Anschluss oft teuer erkauft werden müssen.

Damit Sie die Gewalt über Ihr Telefon behalten, lassen sich Filter für ein- und ausgehende Telefonate einrichten. Auch das Einrichten von Kindersicherungen und Wahlsperren für bestimmten Vorwahlen ist möglich.

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