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AOL Deutschland schrumpft weiter

18.12.2006 | 15:53 Uhr |

AOL gehört zu den Pionieren des Internets. Doch das Unternehmen hat ernste Probleme - weltweit und auch in Deutschland. Nachdem AOL-Deutschland schon seit längerer Zeit sein Online-Geschäft umstrukturiert und dabei seine Mitarbeiterzahl reduzierte, wurde jetzt bekannt, dass auch von den verbliebenen Mitarbeitern von AOL Deutschland wohl noch etliche das Unternehmen verlassen müssen.

AOL-Deutschland will weg vom Image des Online-Zugangsdienstleisters. Stattdessen will das in Hamburg sitzende Tochterunternehmen des US-Konzerns AOL künftig sein Geld als Online-Portal verdienen. Das wird aber wohl mit einem weiteren Stellenabbau verbunden sein, wie die Wirtschaftswoche berichtet.

Rund 1250 der 1500 Mitarbeiter in Deutschland wechseln derzeit ohnehin zur Hamburger Telecom-Italia-Tochter Hansenet, die das Internetzugangsgeschäft von AOL Deutschland gekauft hat (die PC-WELT berichtete). Somit verbleiben rund 250 Stellen bei AOL Deutschland, das sein Glück als Online-Portal versuchen soll. Werbeeinnahmen und Internet-TV sollen den Fortbestand des Unternehmens sichern. Doch von den 250 Arbeitsplätzen könnten trotzdem 130 bis 140 gefährdet sein, wie die Wirtschaftswoche mutmaßt.

Denn ein Online-Portal in Deutschland könne nicht 250 Mitarbeiter ernähren, erklärte AOL-Deutschland-Chef Charles Fränkl. Zudem würden bestimmte Verwaltungsfunktionen überflüssig beziehungsweise auf die Europa-Ebene oder in die AOL-Konzernzentrale in die USA verlagert. Somit wäre ein Stellenabbau bei den verbliebenen Resten von AOL Deutschland unvermeidbar.

AOL ändert Geschäftsstrategie - Trennung von 5000 Stellen (PC-WELT Online, 04.08.2006)

Zeitung: AOL will ein Viertel aller Stellen streichen (PC-WELT Online, 04.08.2006)

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