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AOL: Beschwerde gegen T-Online

AOL hat beim Bundeskartellamt Beschwerde gegen die Telekom und ihre Tochter T-Online eingelegt. Die Kopplung von ISDN- und Internet-Angeboten der beiden Unternehmen sei nicht vereinbar mit dem Wettbewerbsrecht, so der Online-Dienst.

AOL hat beim Bundeskartellamt Beschwerde gegen die Telekom und ihre Tochter T-Online eingelegt. Die Kopplung von ISDN- und Internet-Angeboten der beiden Unternehmen sei nicht vereinbar mit dem Wettbewerbsrecht, erklärte Firmensprecher Fran Sarfeld gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Neue ISDN-Kunden der Telekom würden automatisch und ungefragt Mitglieder von T-Online - unabhängig davon, ob sie das Internet-Angebot nutzen oder nicht. Diese "Trickserei" treibe die Kundenzahlen von T-Online künstlich in die Höhe, so Sarfeld.

Im Gegenzug vermittle T-Online vielen seiner Internet-Kunden einen schnellen ISDN-Anschluss der Telekom und erhalte dafür von seinem Mutterkonzern jeweils eine Vergütung von rund 200 Mark. Mit diesen Einnahmen könne T-Online etwa seine für Juni angekündigte Flatrate finanzieren.

Hinzu komme, dass die Telekom es nicht zulasse, dass AOL ebenfalls ISDN-Anschlüsse vermittelt. "Die Telekom verweigert uns die Gleichstellung mit T-Online", so Sarfeld.

AOL hoffe jetzt auf eine einstweilige Anordnung des Kartellamts. (PC-WELT, 29.05.2000, dpa/ sp)

AOL: Telekom-Flatrate nichts für Dauer-Surfer (PC-WELT Online, 26.5.2000)

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