Mit dem Athlon MP sorgt AMD auch bei Servern und Workstations für Furore: Ein Vorserienrechner mit zwei Athlon MP 1200 schnitt in vier von sieben Benchmark-Tests besser ab als ein Intel-System mit zwei Xeon 1500.
Mit dem Athlon MP sorgt AMD auch bei Servern und Workstations für Furore: Ein Vorserienrechner mit zwei Athlon MP 1200 schnitt in vier von sieben Benchmark-Tests besser ab als ein Intel-System mit zwei Xeon 1500.
Der Athlon MP (Multiprocessing) basiert auf AMDs neuem CPU-Kern Palomino, der ab September auch in einer Desktop-Version auf den Markt kommen soll. Der Athlon MP ist für den Zweiprozessorbetrieb gedacht und ab sofort mit 1 und 1,2 GHz erhältlich. Die Preise sind mit 215 respektive 265 Dollar bei Abnahme von 1000 Stück ausgesprochen moderat.
Die Tests im Detail: Unsere Kollegen vom Tecchannel ließen einen Athlon MP 1200 erst einmal allein gegen einen "alten" Athlon 1200 antreten. Beim Anwendungs-Benchmark Sysmark 2000 sprintete der Athlon MP auf 237 Punkte und liegt damit rund fünf Prozent vor seinem Desktop-Kollegen. Im Spiele-Benchmark 3D-Mark 2000 mit jeweils aktivierter 3D-Now-Befehlssatz-Optimierung kam der Athlon MP bei der CPU-Tempomessung auf 316 Punkte - gut sechs Prozent schneller als der Athlon mit Thunderbird-Kern. Mit aktivierter SSE-Befehlssatz-Optimierung erreichte der Athlon MP sogar 328 Punkte. Der Palomino-Prozessorkern bringt also messbar mehr Leistung - mit einem ähnlichen Zuwachs dürfte dann auch die Desktop-Version des Palomino glänzen.
In einem zweiten Testlauf musste sich der Athlon MP dann in der Disziplin beweisen, für die er konzipiert wurde: dem Multiprozessor-Betrieb in Servern und Workstations. Dabei mussten zwei Athlon MP mit jeweils 1,2 GHz gegen ein Xeon-Duo mit je 1,5 GHz aus dem Hause Intel antreten.
Das überraschende Ergebnis: Das AMD-System schnitt trotz zweimal 300 MHz langsamerem CPU-Takt in vier von sieben Benchmark-Tests besser ab als der Intel-Rechner. Bis zu 25 Prozent flotter konstruierte das AMD-Duo etwa ein dreidimensionales Objekt mit dem 3D-Modelling- und Animationswerkzeug Cinema 4D XL. Sie arbeiten mit dem Bildbearbeitungsprogramm Photoshop 6.0? Auch in diesem Fall dürfen Sie mit einem Tempogewinn rechnen. In den Tests der IDG-Kollegen jedenfalls dauerte etwa das Konturen scharf zeichnen mit dem Xeon-Duo fast ein Drittel länger.
Dagegen konnte die Intel-Workstation bei den speziell für den Pentium 4 optimierten Programmen eJay MP3 Plus 1.3 und dem Windows Media Encoder 7.0 punkten. Sie war um knapp 16 beziehungsweise rund 17 Prozent schneller als das AMD-System.
Fazit: gelungener Einstand für AMD bei Server- und Workstation-Prozessoren. Intel muss sich warm anziehen!
Die ausführlichen Testergebnisse lesen Sie unterhttp://www.tecchannel.de/hardware/712/index.html





