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AMD launcht neue APU-Generation "Kaveri"

14.01.2014 | 14:00 Uhr |

Mit "Kaveri" bringt AMD die neuste Generation seiner A-Serien-APUs (Accelerated Processing Units) auf den Markt – Prozessoren, die CPU- und GPU-Kerne auf einer Chipfläche vereinen. Dank überarbeiteter Architekturen und dem ersten heterogenen Speicherbereich möchte der Chip-Hersteller seine Stellung im Markt ausbauen.

Eine APU (Accelerated Processing Unit) ist kein Prozessor im klassischen Sinne: Die Rechenkerne teilen sich den Die (Chipfläche) mit leistungsfähigen Grafikprozessoren, die die CPU bei Berechnungen unterstützen respektive beschleunigen. Besonders parallel ausgeführte Anwendungen profitieren davon.

Das Top-Modell ist die APU A10-7850K, die über vier CPU-Kerne GHz und acht Radeon-Grafikkerne verfügt. Den Test des A8-7600 reichen wir in den nächsten Tagen nach.

AMD Kaveri: Gemeinsamer Speicher und verbesserte Grafik

Die mittlerweile vierte Generation der A-Serie hört auf den Codenamen „Kaveri“ und hat von AMD einen ordentlichen Facelift spendiert bekommen. Bei den CPU-Modulen kommt die neue „Steamroller“-Architektur zum Einsatz, die dank eines neuen Prefetchers eine flottere Zuführung von Befehlen zulässt, die Single-Core-Ausführung verbessert sowie ein optimaleres Verhältnis von Leistung pro Watt bieten soll.

Die Spezifikationen der neuen A-Serien-APUs "Kaveri" im Detail.
Vergrößern Die Spezifikationen der neuen A-Serien-APUs "Kaveri" im Detail.
© AMD

Den Platz auf der Chipfläche müssen sich die CPU-Module mit Grafikkernen teilen. Hierbei handelt es sich um alte Bekannte der GNC-1.1-Architektur (Graphics Next Core), die erstmals in der Grafikkarte AMD Radoen HD 7790 Verwendung fand und in vergleichbaren Versionen auch in den neuen Modellen der Radeon-R200-Serie zum Einsatz kommt. Deshalb ist die Grafik kompatibel zu Schnittstellen wie DirectX 11.2, OpenGL 4.3 und natürlich auch zur hauseigenen API „Mantle“. Besonders in Spielen soll die Radeon-Grafik besonders zum Tragen kommen und flüssige Bildraten ermöglichen.

Doch besonderes Augenmerk verdient die erstmals verwendete heterogene Systemarchitektur im Desktop-Bereich, die auf den Namen hUMA (Heterogenous Unified Memory Architecture) hört. Hier greifen CPU und GPU auf einen gemeinsamen Speicherbereich zu, Resultat sind schnellere verfügbare Ergebnisse für beide Module. AMD verspricht hier einen starken Leistungszuwachs in Sachen Computing. Diese Art von vereinten Speicher (Unified Memory) gibt es bereits in den aktuellen Next-Gen-Konsolen Xbox One und Playstation 4 mit AMD Jaguar. Auch AMDs Trueaudio ist in den neuen APUs vertreten und verarbeitet dank eines separaten Co-Prozessors auch Audiosignale in Echtzeit: Auf diese Weise sind zusätzliche Effekte wie Raumklang oder Rauschunterdrückung möglich.

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