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AMD Catalyst Omega vorgestellt

09.12.2014 | 11:44 Uhr |

Mit der neuen Treiber-Generation für Grafikkarten und APUs führt der Chip-Hersteller neue Funktionen und Techniken ein, um das spielerische sowie multimediale Erlebnis am PC weiter zu verbessern.

Mit dem neuen Treiber namens "Catalyst Omega" stehen den Besitzern von APUs (Accelerated Processiung Units) und Radeon-Grafikkarten ab sofort einige echte Neuheiten zur Verfügung. Dazu zählt beispielsweise eine integrierte Technik zum Downsampling mit der Bezeichnung "Virtual Super Resolution" (kurz VSR): Die ermöglicht es dem Nutzer, seinen Monitor in höheren Auflösungen zu betreiben, als nativ eigentlich möglich wäre. Doch auch multimediale Optimierungen für Videos oder die Unterstützung von 5K-Auflösungen sind mit enthalten. Wir haben für Sie die neuen Funktionen im Folgenden aufgelistet:

Klick-Tipp: Catalyst Omega - die Neuerungen in einer Galerie vorgestellt

Zum Download von AMD Catalyst

Simpleres Downsampling: AMD Virtual Super Resolution (VSR)

Das sogenannte Downsampling ermöglicht es, Inhalte in einer höheren Auflösung zu rendern und sie auf einem niedriger auflösenden Bildschirm wiederzugeben – sprich Gaming in 4K auf einem Full-HD-Screen. Lange Zeit mussten Radeon-Besitzer ziemlichen Aufwand betreiben, um diese Technik mit AMD-Grafikprozessoren zu nutzen. Doch mit dem neuen Omega-Treiber integriert der Hersteller die Funktion nun in den Treiber selbst, um somit auch Laien die Technik anzubieten. Im Prinzip setzen Sie im Treiber nämlich nur noch ein Häkchen und sowohl der Windows-Desktop, als auch das Spiel bieten Ihnen weitere Auflösungen jenseits seiner nativen Auflösung an. Allerdings sollten Sie auch über genügen Grafik-Leistung verfügen, denn die Technik beansprucht einiges an Ressourcen.

VSR (Virtual Super Resolution) erlaubt höhere Auflösungen dank Downsampling.
Vergrößern VSR (Virtual Super Resolution) erlaubt höhere Auflösungen dank Downsampling.
© AMD

Damit tritt AMD aber nur in die Fußspuren, die Nvidia schon vor Monaten gelegt hat: Der Konkurrent nennt seine Downsampling-Technik "Dynamic Super Resolution" (DSR) und führte sie zusammen mit der zweiten Maxwell-GPU-Generation ein, also mit der Geforce GTX 980. Allerdings war das downsamplen mit Nvidia-Grafikchips schon vorab kein großes Hexenwerk und simpler zu bewerkstelligen als mit AMD-Grafikkarten.

Zahlreiche Techniken zur Bildverbesserung

Die zweite neue Technik namens Fluid Motion Video nutzt den AMD-Grafikprozessor, um die Bildrate bei der Wiedergabe von Blu-ray-Inhalten zu erhöhen und somit flüssiger wiederzugeben. Voraussetzung für die Nutzung ist eine APU mit einer TDP von mindestens 35 Watt oder höher sowie eine A-Serien-APU der 7x000-Reihe. Auch eine Grafikkarte ab der Radeon R7 260 erlaubt die neue Technik. Des Weiteren benötigen Sie noch Cyberlink PowerDVD 14, das die Technik unterstützt.

Mit "Fluid Motion Video" sollen Blu-rays mit Hilfe von GPU-Beschleunigung flüssiger wiedergegeben werden.
Vergrößern Mit "Fluid Motion Video" sollen Blu-rays mit Hilfe von GPU-Beschleunigung flüssiger wiedergegeben werden.
© AMD

"Contour Removal" ( Konturen-Beseitigung) soll das Bild von komprimierten Videos verbessern, indem die Technik dank eines verbesserten Algorithmus Bildfehler wie Artefakte entfernt, ohne die Details zu beeinflussen. Um diese Technik nutzen zu können, genügt bereits eine APU mit einer TDP von 25 Watt oder eine der oben genannten Grafikkarten. "1080p Detail Enhancement" optimiert Videomaterial, das niedriger als 1080p aufgelöst ist, indem die Technik mit Hilfe des Grafikchips die Inhalte schärfer und klarer darstellt. Diese Technik setzt allerdings entweder eine APU der A-Serie ab Version 7x00 voraus oder eine neue Radeon R9 285. Eine ähnliche Technik gibt es auch auf umgekehrten Wege, nämlich wenn Sie 1080p-Inhalte auf einem 4K-Monitor wiedergeben: Das Upscaling soll Videos dann noch feiner darstellen.

Auch komprimierte Videos sollen von dem neuen Grafiktreiber profitieren, indem die GPU das Bild optimiert.
Vergrößern Auch komprimierte Videos sollen von dem neuen Grafiktreiber profitieren, indem die GPU das Bild optimiert.
© AMD

Unterstützung für 5K und besseres Crossfire

Ab dem Catalyst-Omega schaltet AMD auch die Unterstützung von 5K-Monitoren frei (also 5120 x 2880 Pixel). Allerdings muss die Grafikkarte über mindestens zwei Displayports der Version 1.2 verfügen und es muss sich um ein Modell aus der Firepro-, Radeon-HD-7000- oder Radeon-R-Serie handeln. Darüber hinaus verbessert AMD auch das "Frame Pacing", um Besitzern eines Grafikkarten-Verbundes (Crossfire) flüssigere Bildraten zu ermöglichen. Je nach Spiel verspricht AMD eine Erhöhung der Bildraten zwischen einem und 50 Prozent je nach Spiel im Vergleich zum vorherigen Treiber.

Mit dem Omega-Treiber unterstützen AMD-Grafikchips nun auch die Ausgabe auf die 5K-Auflösung, also 5120 x 2880 Pixel bei 60 Hertz über zweimal Displayport 1.2.
Vergrößern Mit dem Omega-Treiber unterstützen AMD-Grafikchips nun auch die Ausgabe auf die 5K-Auflösung, also 5120 x 2880 Pixel bei 60 Hertz über zweimal Displayport 1.2.
© AMD

Flotteres Spielen auf APUs und Grafikkarten

Mit dem neuen Treiber sollen auch Spiele flotter laufen. Wer mit einer APU wie dem A10-7850K spielt, der darf sich über fünf bis 29 Prozent flüssigere Bildraten freuen, und das in Spielen wie Batman Arkham Origins, DOTA 2, Fifa Online, Star Craft 2 oder Call of Duty: Advanced Warfighter. Doch auch Radeon-Besitzer sollen nicht zu kurz kommen und in Spielen wie Grid 2, Sniper Elite 3 oder Rome 2: Total War auf acht bis 16 Prozent schnellere Bildraten kommen. Den Treiber laden Sie entweder über PC-WELT herunter oder über die Herstellerseite, die wir für Sie im Eingang des Artikels verlinkt haben.

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