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AMD will Intel das Wasser abgraben: Die "True Performance Initiative"

09.10.2001 | 16:06 Uhr |

Heute hat AMD die neue Athlon-XP-Familie vorgestellt. Um einen Leistungsvergleich zu den Konkurrenz-Chips von Intel zu ermöglichen, greift AMD bei der Namensgebung zum Pentium-Rating. Doch mittelfristig will AMD mit der "True Performance Initiative" andere Wege gehen, um Kunden von der Leistungsfähigkeit seiner CPUs zu überzeugen.

Heute hat AMD die neue Athlon-XP-Familie vorgestellt. Um einen Leistungsvergleich zu den Konkurrenz-Chips von Intel zu ermöglichen, greift AMD bei der Namensgebung zum Pentium-Rating ( PC-WELT berichtete ). Doch mittelfristig will AMD mit der "True Performance Initiative" andere Wege gehen, um Kunden von der Leistungsfähigkeit seiner CPUs zu überzeugen.

"Für den Großteil der ersten 20 Jahre in der PC-Geschichte waren Megahertz eine verlässliche Größe für die Prozessorleistung, da die wichtigsten Hersteller die gleiche Architektur für das Produktdesign verwendeten und die Taktfrequenz somit eine gute Messgröße für die Leistungsfähigkeit war. Das trifft heute nicht mehr zu" , erklärt W.J. Sanders III, AMD Chairman und Chief Executive Officer. Sanders fährt fort: "Die mehrfach ausgezeichnete Leistung unserer AMD Athlon Prozessor-Architektur der siebten Generation zeigt, dass die Taktfrequenz nur die eine Seite der Leistungsfähigkeit darstellt."

Mit der sogenannten "True Performance Initiative" (TPI) will AMD die PC-Nutzer dabei unterstützen, die Leistungsfähigkeit des Computers zu verstehen. TPI soll dazu beitragen, eine neue, präzisere Einheit der Prozessorleistung bei Standardanwendungen zu definieren. Die Initiative wird von Patrick Moorhead geleitet, der bei AMD als Vice President of Customer Advocacy arbeitet.

Bisher wurden bei den x86 Mikroprozessoren sowohl die Zahl der pro Takt abgearbeiteten Befehle als auch die Taktfrequenz im Vergleich zu den Vorgängergenerationen ständig verbessert. Dies trifft jedoch auf einige Prozessoren heute nicht mehr zu. Megahertz ist also keine zuverlässige Einheit mehr für die Systemperformance.

"Computernutzer beginnen zu verstehen, dass der wahre Indikator für die Leistung ihres System darin liegt, wie schnell ihre Anwendungen laufen, und nicht darin, wie hoch die Taktfrequenz ihrer Prozessoren ist. Die Taktfrequenz misst lediglich, wie viele Zyklen der Prozessor pro Sekunde abarbeitet und nicht, wie viel Rechenleistung er liefert", erläutert Roger Kay, Director of Client Computing bei IDC.

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