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AMD stellt Sockel F vor

08.03.2006 | 02:02 Uhr |

Satte 1207 Signalkontakte besitzt AMDs neuer Opteron-Prozessor. Zugleich ist er die erste AMD-CPU, bei der Kontaktflächen die herkömmlichen CPU-Füßchen ersetzen.

(San Francisco) Traditionell nutzt AMD das Intel Development Forum (IDF), um sich selbst vor der versammelten Weltpresse in Szene zu setzen. AMD präsentiert diesmal die nächste Opteron-Generation für den neuen Sockel F. Wichtigste Änderung: der integrierte Speichercontroller unterstützt nun DDR2-Speicher. Das soll zum einen den Energieverbrauch des Prozessors senken und zum anderen für eine bessere Speicherleistung sorgen. Zum Start im dritten Quartal 2006 kommt die Sockel-F-CPU voraussichtlich erst einmal nur mit Speicher des Typs PC-667 klar.

Bemerkenswert am neuen Prozessor-„Steckplatz“: Nach Intel verwendet nun auch AMD die umstrittene Technik Land Grid Array (LGA). Dabei ersetzen auf der Unterseite des Prozessors Kontaktflächen die herkömmlichen CPU-Füßchen. So kann die CPU höheren mechanischen Belastungen standhalten. Das ist schön für die Prozessorhersteller - Transportschäden und Garantieleistungen wegen abgebrochener oder verbogener CPU-Füßchen gehören der Vergangenheit an. Die Dummen sind nun die Hauptplatinenhersteller, auf die AMD und Intel das Problem abgewälzen kann.

Verbraucherfreundlich: Der Sockel F ist so ausgelegt, das auch zukünftige Prozessoren, etwa mit integriertem DDR3-Speichercontroller und vier Rechenkernen unterstützt werden sollen. Analog zum Wechsel von Ein- auf Zwei-Kern-CPUs im Sockel 939 soll auch beim Sockel F lediglich ein Bios-Update notwendig sein, um die Hauptplatinen fit für kommende Sockel-F-Prozessoren zu machen. Da können sich die wilden Sockel- und Chipsatz-Hüpfer von Intel gerne einmal eine Scheibe abschneiden.

Weitere Infos zum Opteron für den Sockel F sowie Details zur brandneuen Opteron-100-Serie für den künftigen Desktop-Steckplatz AM2 finden Sie bei unsere Schwesterpublikation Tecchannel unter diesem Link.

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