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AMD setzt künftig mehr auf High-End- und Gaming-PCs

07.05.2015 | 07:47 Uhr |

AMD will künftig den Einsteiger-Markt der Konkurrenz überlassen und sich mehr auf den High-End-PC-Markt konzentrieren.

AMD-Chefin Lisa Su hat am Mittwochabend vor Analysten und Journalisten beim Financial Analyst Day in New York die Pläne von AMD für die kommenden Jahre vorgestellt. Wichtigste Botschaft: AMD will künftig eher auf High-End- und Premium-Produkte setzen und überlässt den Markt für günstige CPUs und GPUs der Konkurrenz, sprich Intel, Nvidia & Co.

Für das kommende Jahr kündigte Su die Veröffentlichung der "Zen"-Kern-CPUs (x86) an. Die neuen "High Performance CPUs" sollen mit der Bezeichnung AMD FX CPU für alle Geräteklassen von Notebook bis Server auf den Markt kommen. Sie verwenden den neuen Sockel AM4 und unterstützen DDR4.

Im Vergleich zu den aktuellen CPUs und APUs, die auf der Excavator-Mikroarchitektur basieren, sollen die neuen Zen-Chips laut AMD pro Takt bis zu 40 Prozent mehr Befehle verarbeiten können.  Außerdem kündigte AMD an, dass die Zen-Chips das Simultaneous Multithreading (SMT) unterstützen werden, eine Technologie, die Intel bereits unter der Bezeichnung Hyper Threading einsetzt. Für eine höhere Bandbreite und eine geringere Latenz soll ein neues Cache-System sorgen. Wie viele Kerne die neuen CPUs besitzen werden, verriet AMD noch nicht. Wahrscheinlich werden es aber acht Kerne sein.

Die "Project Skybridge"-Initiative mit ARM-Chips stellt AMD dagegen - zumindest vorerst - ein und zieht sich auch aus dem Low-End ARM-Server-Markt zurück.

AMD gab auch einen kleinen Ausblick auf die kommende Grafikchip-Generation, die High-bandwith Memory (HBM) nutzen soll. HBM soll dabei eine bis zu dreifach bessere Performance pro Watt im Vergleich zu GDDR5 bieten.

Die komplette Präsentation von AMD-Chefin Lisa Su finden Sie hier im PDF-Format. Erste Infos zu den neuen CPUs und GPUs liefert diese PDF-Präsentation.

Unterm Strich bleibt festzuhalten, dass Endanwender davon profitieren, wenn AMD auch weiterhin profitabel auf dem Markt der CPUs, APUs und GPUs mitmischt. Die CPU- und GPU-Giganten Intel und Nvidia sind dadurch gezwungen, ihre Produkte  zu einem faireren Preis anzubieten. AMD-Chefin Lisa Su formulierte das Ziel von AMD mit den Worten, man müsse profitable Marktanteile gewinnen. Aus diesem Grund wolle AMD auch nur in Bereiche investieren, in denen sich Geld verdienen lässt. Wie etwa auf dem Server-Markt. In Bereichen wie Smartphones und dem Internet der Dinge sieht AMD dagegen keine Chancen.

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