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AMD schreibt erneut rote Zahlen

17.01.2002 | 13:58 Uhr |

AMD hat einen Tag nach Intel die Ergebnisse des vierten Quartals 2001 bekannt gegeben. Im Vergleich zum dritten Quartal konnte der Umsatz gesteigert und der Verlust verringert werden. Das verwundert jedoch kaum, schließlich gehörte das vierte Quartal mit dem lukrativen Weihnachtsgeschäft schon immer zu den stärksten Jahresabschnitten. Einen wichtigen Beitrag zur Umsatzsteigerung leistete aber auch der Athlon-XP-Prozessor, der sich gut verkaufen konnte.

AMD hat einen Tag nach Intel die Ergebnisse des vierten Quartals 2001 bekannt gegeben. Im Vergleich zum dritten Quartal konnte der Umsatz gesteigert und der Verlust verringert werden. Das verwundert jedoch kaum, schließlich gehörte das vierte Quartal mit dem lukrativen Weihnachtsgeschäft schon immer zu den stärksten Jahresabschnitten.

Im vierten Quartal machte AMD einen Umsatz von 952 Millionen Dollar. Der Verlust in diesem Quartal lag bei 15,8 Millionen Dollar. Im dritten Quartal lag der Umsatz noch bei 765,9 Millionen Dollar und der Verlust bei 97,4 Millionen Dollar.

Erst der Vergleich mit dem vierten Quartal 2000 macht allerdings deutlich, wie sehr AMD mit den veränderten Marktbedingungen zu kämpfen hat. Der Umsatz lag im vierten Quartal 2000 bei 1,1 Milliarden Dollar. Damals machte AMD auch noch Gewinn. Dieser betrug 177,9 Millionen Dollar.

Im Jahr 2001 lag der Gesamtumsatz bei 3,9 Milliarden Dollar und der Gewinn bei 28,9 Millionen Dollar. Werden die Kosten der Restrukturierungen und andere Kosten noch einbezogen, so machte AMD 2001 jedoch einen Verlust von 60,5 Millionen Dollar.

Im Vergleich zum Vorjahr sank der Umsatz damit von 4,6 Milliarden Dollar um 16 Prozent. Im Jahr 2000 machte AMD auch noch einen satten Gewinn, der damals bei 793,8 Millionen Dollar lag. Inklusive dem Verkauf der Kommunikations-Sparte lag der Gewinn damals gar bei 983 Millionen Dollar.

Das im Vergleich zum dritten Quartal 2001 AMD im vierten Quartal zu legen konnte, liegt am Athlon-XP-Prozessor. "Die exzellente Marktakzeptanz des neuen AMD Athlon XP hat es AMD ermöglicht mit einem starken Quartal abzuschließen", so AMD-Chef Jerry Sanders.

Dementsprechend positiv blickt AMD in die Zukunft. Das Unternehmen erwartet im ersten Quartal den Verkauf von 7,8 Millionen Prozessoren bei einem Verkaufspreis um die 90 Dollar pro Stück.

Der Gesamtumsatz im laufenden Quartal wird auf 900 Millionen Dollar geschätzt. Auch in diesem Quartal wird mit einem Verlust gerechnet, der allerdings - so hofft AMD jedenfalls - "klein" ausfallen wird.

Intel hatte am Dienstag einen Rückgang des Nettogewinns von 2,19 Milliarden Dollar im vierten Quartal 2000 auf 504 Millionen Dollar im vierten Quartal 2001 verkündet (wir berichteten, 21325). Im gleichen Quartalsvergleich war der Umsatz von 8,7 Milliarden Dollar auf 6,98 Milliarden Dollar gesunken. Für das erste Quartal 2002 erwartet Intel einen Umsatz zwischen 6,4 und 7 Milliarden Dollar.

Intel: Gewinnrückgang von 77 Prozent (PC-WELT Online, 16.01.2002)

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