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AMD schließt Werke und baut 2.300 Stellen ab

26.09.2001 | 11:00 Uhr |

AMD hat angekündigt, zwei Werke in den USA schließen zu wollen. Mit den Schließungen will AMD die Kosten senken und die finanzielle Ausstattung der wichtigsten Geschäftsbereiche verbessern. Im Zuge der Sparmaßnahmen sollen 2.300 Arbeitsplätze abgebaut werden.

AMD hat angekündigt, zwei Werke in den USA schließen zu wollen. Mit den Schließungen will AMD die Kosten senken und die finanzielle Ausstattung der wichtigsten Geschäftsbereiche verbessern.

Bei den betroffenen Fabriken handelt es sich um die Fab 14 und Fab 15 in Austin, Texas. In diesen Werken hat AMD bisher Halbleiterprodukte für andere Unternehmen hergestellt.

Bis zum 2. Quartal 2002 will AMD insgesamt 2.300 Arbeitsplätze abbauen. Das entspricht einem Abbau von 15 Prozent der weltweit bei AMD beschäftigten Mitarbeiter.

Mit der Schließung der beiden Fabriken in Austin werden 1.000 Arbeitsplätze abgebaut. Die anderen Entlassungen sollen durch Restrukturierungen und Anpassungen am AMD Standort Penang in Malysia erreicht werden.

AMD hat angekündigt, dass alle Mitarbeiter die entlassen werden, eine Abfindung erhalten werden. Außerdem will der Chiphersteller den Betroffenen bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz helfen.

"Diese Maßnahmen erlauben uns, die Kosten zu reduzieren ohne die Entwicklung neuer Produkte oder unsere langfristigen Wachstumschancen zu gefährden", so AMD-Chef Jerry Sanders.

AMD wolle sich "weiter auf die aussichtsreichsten Geschäftsfelder konzentrieren", gab Sanders bekannt. Zu diesen Geschäftsfeldern gehören der Flash Memory Speicher und die PC-Prozessoren.

"Alle betroffenen Mitarbeiter werden mit Fairness und Respekt behandelt, so wie es unsere Werte und unsere Verpflichtung gegenüber unseren Mitarbeitern verlangen", betonte der AMD-Chef.

Mit der Fab 14 und 15 werden die beiden ältesten Werke von AMD geschlossen. Die Fabriken wurden 1984 und 1985 fertiggestellt.

Die jetzt geplanten Schließungen und Entlassungen werden AMD nach eigenen Berechnungen 80 bis 100 Millionen Dollar kosten. Nach Abschluss der Maßnahmen erwartet AMD eine jährliche Kostenersparnis von 125 Millionen Dollar.

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