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AMDs Shanghai-CPU im Test

13.11.2008 | 12:45 Uhr |

AMD stellt seine neue CPU-Generation Shanghai vor. Höherer Takt, schnellerer Speicher, 6 MB L3-Cache und 45-nm-Fertigung sorgen bei der Server-CPU für deutlich mehr Leistung bei verbesserter Energieeffizienz.

Konkurrenz belebt das Geschäft: Nach dem fulminaten Start von Intels neuer CPU-Generation Core i7 kontert AMD nun mit dem Shanghai-Prozessor. Die erste CPU, die AMD im 45-Nanometer-Verfahren fertigt, überzeugt im Test unserer Schwesterpublikation TecChannel nicht nur durch die signifikant gestiegene Rechenleistung, sondern kann auch mit der deutlich verbesserten Energieeffizienz punkten. Anders als Intel, konzentriert sich AMD beim Shanghai zunächst auf den lukrativen Markt für Server-Prozessoren, denn die neue 45-nm-CPU gehört der Opteron-Baureihe an. Die nahezu baugleiche Deneb-Famile für Desktop-PCs will AMD erst Anfang 2009 ins Rennen schicken. Für den Deneb, der als Phenom II X4 auf den Markt kommen soll, plant AMD eine eigene Plattform namens "Dragon", die bereits die Fusion-Technik unterstützten wird.

Was bisher geschah: Im September 2007 stellte AMD mit dem Opteron "Barcelona" seinen ersten Quad-Core-Prozessor vor. Allerdings war der Start nicht nur überfällig, sondern auch sehr holprig, denn die Prozessoren mit K10-Architektur waren fehlerhaft durch ihren TLB-Bug. Es folgte ein für AMD schmerzlicher Lieferstopp im Dezember 2007. Erst im April 2008 war mit dem nachgeschobenen B3-Stepping das Problem gelöst. Viel Konkurrenz gab es bei den beliebten Servern mit zwei Sockeln für Intels Xeon-Prozessoren trotzdem nicht. Die 45-nm-Xeons liegen in der Performance und Energieeffizienz gegenüber den 65-nm-Barcelonas überwiegend vorne. Und zum Jahreswechsel 2008/2009 soll bereits die nächste Xeon-Generation mit Nehalem-Architektur auf den Markt kommen.

Es war also höchste Zeit für AMD, die nächste Opteron-Generation mit Code-Namen "Shanghai" vorzustellen. Bei den neuen Server-Prozessoren mit vier Kernen schwenkt AMD erstmals auf die 45-nm-Technik um. Damit soll nicht nur die Energieeffizienz deutlich steigen, auch die Taktfrequenzen gehen endlich nach oben. So arbeitet das neue Topmodell Opteron 2384 mit 2,7 GHz Taktfrequenz. Viel wichtiger ist jedoch die von AMD maximal spezifizierte Leistungsaufnehme von lediglich 75 Watt. Der bisher schnellste, im 65-nm-Verfahren produzierte Opteron 2360 SE mit 2,5 GHz Taktfrequenz ist noch mit 105 Watt spezifiziert.

Doch die Shanghai-Opterons bieten noch weitere Verbesserungen. So erweitert AMD den L3-Cache von 2 auf 6 MByte. Hier sollte je nach Anwendung ein merklicher Leistungssprung möglich sein, denn bei der Cache-Größe liegt Intel bislang vorn. Wird doch vermehrt auf den Speicher zurückgegriffen, so steuert der 45-nm-Opteron nun gepufferte DDR2-DIMMs mit 800 statt nur 667 MHz Taktfrequenz an. Unsere Kollegen vom TecChannel konnten nun AMDs erste 45-nm-Server-CPU genauer unter die Lupe nehmen und sie mit den 45-nm-Prozessoren von Intel vergleichen:

Test: AMD Opteron 2384 - neue CPU-Generation Shanghai

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