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AMD holt auf: Athlon mit 750 MHz

AMD will noch in diesem Jahr eine 750-MHz-Version des Athlon

AMD will noch in diesem Jahr eine 750-MHz-Version des Athlon an die PC-Hersteller ausliefern. Ursprünglich hatte man das erste Quartal 2000 als Liefertermin vorgesehen.

Mit dieser Entscheidung will AMD seinem Erzrivalen Intel den Wind aus den Segeln nehmen. Nachdem dieser jetzt seinen Pentium III mit 733 MHz Takt auf den Markt gebracht hat, sind für dieses Jahr keine neuen Versionen mehr geplant. Erst im kommenden Jahr will Intel einen 800-MHz-PIII ausliefern.

AMDs 800-MHz-Version soll ebenfalls im ersten Quartal 2000 auf den Markt kommen. Mehr Leistung verspricht sich das Unternehmen auch von der Strategie, künftig mehr CPUs in Kupfertechnik zu fertigen. Mitte nächsten Jahres will man mit der Auslieferung eines 1-GHz-Athlons mit integriertem Level-2-Cache - Codename "Thunderbird" - beginnen. Diese Technik, die wegen der kürzeren Wege für einen zusätzlichen Leistungsschub sorgt, kommt auch in Intels Coppermine-Prozessor zum Einsatz.

Etwa zeitgleich will AMD den "Spitfire", eine abgespeckte Variante von Thunderbird, herausbringen, die in erster Linie in Billig-PCs eingesetzt werden soll. Ende 2000 folgt dann "Mustang", ein High-End-Chip mit 2 MB L2-Cache, der für Server mit bis zu 8 CPUs konzipiert werden soll.

Den Low-End-Bereich will man dabei nicht vernachlässigen: Noch in diesem Jahr soll eine 533-MHz-Version des K6-2 ausgeliefert werden. Dessen Nachfolger - K6-2+ und K6-3+ - die in 0,18-Mikron-Technik gefertigt werden sollen, sind für Anfang nächsten Jahres geplant.

Bei einer Konferenz mit Analysten stellte Sanders die Zukunft seines Unternehmens in rosigen Farben dar. Er rechne mit einem posiven Geschäftsergebnis - etwa 800 Millionen Umsatz - für dieses Quartal. Die Nachfrage nach AMD-Prozessoren sei ungebrochen. Alle großen PC-Hersteller - außer Gateway und Dell - setzten bereits AMD-Chips ein oder hätten es geplant. Das Ziel, 800.000 Athlons in diesem Quartal zu produzieren, werde man mit großer Wahrscheinlichkeit erreichen.

Daß die Codenamen jetzt nicht mehr von Kampfflugzeugen, sondern von Sportwagen stammen, ist laut Sanders eine Rücksichtnahme gegenüber den Kollegen in Deutschland. AMD fertigt seine Prozessoren seit einigen Monaten in Dresden.

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