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AMD eröffnet Chipfabrik in Dresden - Angriff auf Intel

Heute eröffnet AMD in Dresden seine zweite Chipfabrik, die mit 2,5 Milliarden Dollar eine der größten ausländischen Investitionen in den neuen Bundesländern darstellt. Zugleich kündigte AMD-Chef Hector Ruiz an, den Marktanteil von AMD-Produkten massiv ausbauen zu wollen.

Der US-Konzern Advanced Micro Devices (AMD) eröffnet heute (Freitag) in Dresden seine zweite Chipfabrik und bläst zum Angriff auf den Erzrivalen Intel. Die 2,5 Milliarden Dollar (2,1 Milliarden Euro) teure Fabrik ist eine der größten ausländischen Investitionen in den neuen Ländern. Bund und Land Sachsen fördern das Projekt mit rund 660 Millionen US-Dollar (550 Millionen Euro). Das erste AMD-Werk war 1999 eröffnet worden und kostete 2,5 Milliarden Euro.

AMD-Chef Hector Ruiz betonte im "Handelsblatt": "In den nächsten drei Jahren wollen wir mit unseren Prozessoren einen Marktanteil von 30 Prozent erreichen. Das ist aber nur ein Zwischenschritt, denn wir möchten noch deutlich stärker werden." Derzeit enthalten vier von fünf Computern weltweit Prozessoren von Intel , AMD kommt auf einen Marktanteil von 20 Prozent.

AMD habe in den vergangenen Jahren technologisch aber stark aufgeholt, sagte Ruiz. "Unsere Produkte kommen bei den Kunden gut an, und wir haben uns in allen Bereichen verbessert." Andererseits geht der Konzern aus Kalifornien auch juristisch gegen Intel vor. AMD behauptet, Intel binde die Kunden durch Drohungen und Rabatte an sich.

AMD will in dem Dresdner Werk Mikroprozessoren auf 300-Millimeter- Siliziumscheiben (Wafern) produzieren. Bis 2007 sind 1000 neue Arbeitsplätze geplant. Zur offiziellen Eröffnung wird auch Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) erwartet.

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