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AMD arbeitet mit Transmeta zusammen

25.05.2001 | 12:00 Uhr |

AMD und Transmeta arbeiten künftig zusammen. Dies gaben beide Unternehmen jetzt bekannt. Transmeta wird zwei Technologien von AMD lizensieren: Hypertransport, eine neue Hochgeschwindigkeits Bus-Technologie, und x86-64, ein 64-Bit-Prozessor der nächsten Generation.

AMD und Transmeta arbeiten künftig zusammen. Dies gaben beide Unternehmen jetzt bekannt. Transmeta wird zwei Technologien von AMD lizenzieren: Hypertransport, eine neue Hochgeschwindigkeits Bus-Technologie, und x86-64, ein 64-Bit-Prozessor der nächsten Generation.

Die x86-64-Technologie soll im kommenden 64-Bit-Prozessor von AMD (Codename Clawhammer) zum Einsatz kommen. Mit der Auslieferung des Clawhammer ist in der zweiten Jahreshälfte 2002 zu rechnen. Mit dem Hammer greift AMD direkt den kommenden 64-Bit-Prozessor von Intel (Codename Itanium) an.

AMD erwartet, dass mit der neuen 64-Bit-CPU sowohl neue 64-Bit-Programme als auch bisherige 32-Bit-Programme schneller laufen. Dadurch müssten Unternehmen und Anwender, die auf die neue CPU umsteigen, nicht sofort ihre gesamte Software austauschen. Auch Intel verspricht bei seinem Itanium diese Abwärtskompatibilität. Allerdings wird dort mit erheblichen Performance-Verlusten gerechnet.

Die zweite Technologie ist der so genannte HyperTransport-Bus. Auch Broadcom, Nvidia und Sun haben diese Technologie bereits lizenziert. HyperTransport soll die Datenübertragung im PC um das 48fache steigern. Die Bus-Geschwindigkeit soll von den derzeit üblichen 266 Megabyte pro Sekunde auf 12,8 Gigabyte gesteigert werden, wie Fred Weber, Vizepräsident von AMD, bekannt gab.

Mit dem Erscheinen der ersten HyperTransport-Produkte sei in der zweiten Jahreshälfte 2001 zu rechnen, wie Weber vermutet. Transmeta wollte sich noch nicht festlegen, wann die ersten Produkte aus der neuen Zusammenarbeit erscheinen. Experten rechnen aber damit, dass dies bei den neuen für 2002 geplanten Chips der Fall sein wird.

Die Zusammenarbeit der beiden Intel-Gegner stünde unter dem Motto "Der Feind meines Feindes ist mein Freund", wie Mike Feibus, Analyst bei Mercury Research Inc. meint. Beide Unternehmen konkurrieren heftig mit Intel, aus diesem Grund sei eine Kooperation sinnvoll. Zudem ergänzen sich AMD und Transmeta, da beide Unternehmen bisher völlig unterschiedliche Angebotspaletten haben. AMD bietet leistungsfähige CPUs für Notebooks und Desktop-Rechner an, Transmeta hingegen hat den Markt mit stromsparenden, vergleichsweise leistungsschwächeren CPUs für Notebooks im Visier.

AMD erwartet keinen Preiskrieg (PC-WELT Online, 03.05.2001)

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