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AMD Turion 64 X2: Notebooks mit Centrino-Alternative gibt es erst ab Ende Mai

18.05.2006 | 12:29 Uhr |

Mit dem Dual-Core-Prozessor Turion 64 X2 will AMD Marktführer Intel kräftig unter Druck setzen. Erste Notebooks mit dem mobilen Doppelkerner soll es in zwei bis drei Wochen geben.

Den Anfang macht MSI mit dem 1,9 Kilogramm leichten Megabook S271: Im Notebook mit 12,1-Zoll-Display kommt der Turion 64 X2 TL-50 (1,6 GHz) zum Einsatz. Ihm steht der Chipsatz ATI Radeon Xpress 1100 mit integrierter Grafik zur Seite. Das Megabook S271 wird es mit weißem oder schwarzem Gehäuse geben, der Preis liegt bei 1400 Euro.

Ende Juni legt MSI zwei Notebooks mit 15,4-Zoll-Display nach: Das Megabook M670 setzt auf den Nvidia-Chipsatz Nforce Go 430 mit der integrierten Grafiklösung Geforce Go 6100. Mit der Einsteiger-Grafikkarte Nvidia Geforce Go 7300 arbeitet das Megabook M675. Im August rundet MSI die Turion-X2-Serie mit den beiden 17-Zoll-Notebooks Megabook L730 und L735 ab.

Durch den Turion 64 X2 zieht AMD mit Intel gleich, das seinen mobilen Doppelkerner Core Duo bereits im Januar vorstellte. Zunächst gibt es den Turion 64 X2 in vier Varianten von 1,6 bis 2,0 GHz (siehe Tabelle). Er steckt im neuen Sockel S1 mit 638 Pins. Im Gegensatz zum Core Duo unterstützt er bereits 64-Bit-Programme – bei Intel wird erst der Core-Duo-Nachfolger Merom über diese Funktion verfügen.

Modell

Taktrate

L2-Cache

TDP (Watt)

TL-50

1,6 GHz

2x 256 KB

31

TL-52

1,6 GHz

2x 512 KB

31

TL-56

1,8 GHz

2x 512 KB

33

TL-60

2,0 GHz

2x 512 KB

35

Laut AMD-Dokumenten soll der Turion 64 X2 stromsparender arbeiten als der Core Duo: Während die TDP (Thermal Design Power), also der maximale Stormverbrauch, beim X2 mit 31 bis 35 Watt genauso hoch oder höher als beim Core Duo liegt, gibt sich der X2 sparsamer, wenn die CPU wenig oder gar nichts zu tun hat: Im Deeper Sleep soll der X2 beispielsweise nur 0,85 Watt verbrauchen, während der Core Duo auf 1,8 bis 2,2 Watt kommt.

In unseren Akkutests zeigten die meisten Notebooks mit AMD-Prozessor bisher allerdings einen höheren Stromverbrauch als ähnlich ausgestattete Centrino-Mobilrechner: Das liegt vor allem an den Notebook-Chipsätzen, die AMD im Gegensatz zu Intel weiterhin nicht selbst herstellt. Stattdessen kommen in Turion-Notebooks Chipsätze von ATI und Nvidia zum Einsatz, die zwar eine höhere Grafikleistung als beispielsweise der Intel 945G bieten, dafür aber mehr Strom ziehen.

Beim Turion-X2-Start in München trat neben MSI auch Fujitsu-Siemens (FSC) als Notebook-Partner auf: Das Unternehmen stellte das Amilo Pa1510 vor – einen Mobilrechner mit 15,4-Zoll-Breitbild-Display und dem ATI-Chipsatz Radeon Xpress 1100. FSC will es ab Juli für 900 Euro verkaufen.

Laptops mit dem Turion 64 X2 wird es auch von Acer und Asus geben. Für diese Notebooks sucht AMD 50 Tester – Interessierte können sich unter www.amd-notebooktester.de anmelden. Sie sollen das Notebook acht Wochen unter die Lupe nehmen und in einem Blog über ihre Erfahrungen berichten.

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