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AMD bringt erste eigene Server-Chipsätze seit 2003

22.09.2009 | 10:15 Uhr |

Der Chipriese AMD hat mit den Chipsatz-Northbridges SR5690, SR5670 und SR5650, erstmals seit 2003 wieder eigene Server-Chipsätze im Programm.

AMD hatte zwar seither einige Zusatzbausteine zur mittlerweile rund sechs Jahre alten Plattform herausgebracht. Wollten Opteron-Benutzer ihre Server jedoch mit PCI-Express- oder SATA-Ports bestücken, mussten Chipsatz-Lösungen von Nvidia oder Broadcom herhalten. "Wir waren bislang zufrieden mit den Chipsätzen, die unsere Partner bereitgestellt haben. Seit der ATI-Übernahme sind wir aber kein reiner CPU-Anbieter mehr, sondern stellen auch Grafik- und Chipsatzlösungen zur Verfügung. Deshalb wollten wir nach Desktop- und Mobilplattformen nun auch eine All-in-One-Server-Lösung anzubieten", sagt AMD-Sprecher Stephan Schwolow gegenüber pressetext.

Mit den drei neuen Chipsätzen hat AMD nun für verschiedene Einsatzbereiche die passende Technik parat. Das Einsteigermodell SR5650 soll eher in energiesparenden Systemen zum Einsatz kommen, der Mittelklasse-Chipsatz SR 5670 ist mit seinem ausgewogenen Verhältnis aus Energieeffizienz und Leistung beispielsweise für die Verwendung in Blade-Systemen optimiert. Das Topmodell, der SR5690, wird als High-Performance-Chip für die Verwendung in Hochleistungscomputern, wie sie beispielsweise beim serverseitigen Rendern genutzt werden, beworben. Motherboards mit den neuen Chipsätzen sollen bis November auf den Markt kommen, über das Preisniveau ist derzeit noch nichts bekannt.

Die drei Varianten sind AMDs erste Chipsatzfamilie für Server, die HyperTransport in der Version 3.0 (HT3) und PCI-Express (PCIe) in der Version 2.0 unterstützt. HT3 verbessert vor allem die Chip-zu-Chip-Kommunikation bei Verwendung von schnellem DDR3-Speicher. "Die Chipsätze unterscheiden sich in erster Linie in der Anzahl der PCIe-Lanes und in der Verlustleistung", so Schwolow. Das Topmodell SR5690 bietet bei einer Verlustleistung (TDP) von 18 Watt (7,5 Watt im Leerlauf) 42 PCIe-Lanes, die sich auf bis zu elf Ports aufteilen lassen. Das 5670-Modell weist bei einer TDP von 17 Watt (Leerlauf: 7,3 Watt) 30 PCIe-Lanes für bis zu neun Ports auf und das Einstiegsmodell 5650 kommt bei 13 Watt (Leerlauf: 7,1 Watt) mit 22 Lanes für acht Ports. Die Southbridge SP5100 bindet sechs SATA-Ports an und kommt zusätzlich auch mit einem IDE-Hostadapter und einem PCI-2.3-Bus für bis zu sechs Geräte. Alle drei Chips unterstützen sowohl Vierkern- als auch Sechskern-Opterons. (pte)

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