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Netbooks werden wieder verschwinden

24.01.2009 | 16:40 Uhr |

AMD sieht die Zukunft der boomenden Geräteklasse der Netbooks keineswegs als gesichert. CEO Dirk Meyer geht gar davon aus, dass die Mini-Notebook-Gattung mit der Zeit wieder verschwinden wird, berichtet Cnet. "Die Unterscheidung, was ein Netbook ist und was ein Notebook, wird wegfallen", ist Meyer überzeugt. Dazu werden begrenzte Multimedia-Fähigkeiten heutiger Netbooks ebenso beitragen wie die derzeit hohen Kosten schlanker Notebooks.

Vorerst kann von einem Verschwinden der Netbooks aber wohl noch nicht die Rede sein. Erst gestern, Freitag, hat etwa Acer ein Zehn-Zoll-Modell seines "Aspire One" vorgestellt und sprach von weiterem Wachstum des Segments auch 2009. Meyer ist der Ansicht, dass es in Zukunft ein Kontinuum an Preisen und Formfaktoren geben wird. Bei heutigen Netbook-Konfigurationen müssten Kunden, die wirklich günstige Geräte wollen, Kompromisse in Kauf nehmen. Daher würden sie "kein vollwertiges PC-Erlebnis genießen, insbesondere im Bereich Grafik und Medien-Möglichkeiten des Geräts", so Meyer.

Nutzer, die keine Kompromisse wollen, aber ein dünnes, leichtes Gerät suchen, müssen dafür teures Geld löhnen. "Typischerweise deutlich über 1.000 Dollar" liegen die Preise laut Meyer. Kommende, preisgünstige ultra-dünne Notebooks werden den Bedarf nach einem kleinen, dünnen, leichtgewichtigen Laptop mit mehr Leistung als Netbooks decken, so der AMD-CEO. Dabei dürfte er nicht zuletzt an jene ultraportablen Geräte denken, die AMD mit der im November angekündigten "Congo"-Plattform ermöglichen will.

Fürs Erste dürfte der Netbook-Boom aber noch weitergehen. "Trotz der jüngsten Probleme auf den Finanzmärkten und der allgemeinen ökonomischen Unsicherheit wird der Netbook- und Notebookmarkt 2009 weiter wachsen", ist Acer-CEO Gianfranco Lanci überzeugt. Im Kampf um Netbook-Marktanteile schickt Acer nun ein neues Aspire-One-Modell ins Rennen. Der LED-hintergrundbeleuchtete 10,1-Zoll-Bildschirm bietet zwar die gleiche Auflösung (1.024 mal 600 Pixel) wie beim Vorgänger, verspricht aber durch das breitere Blickfeld eine leichtere Navigation. Als Rechenherz kommt Intels Atom zum Einsatz, die Batterielaufzeit wird mit sieben Stunden angegeben und die Festplatte soll mit 160 Gigabyte Kapazität etwas geräumiger aus als beim bisherigen Neun-Zoll-Gerät ausfallen. Nähere Angaben zu Preis und Verfügbarkeit konnten auf pressetext-Anfrage allerdings noch nicht gemacht werden. (pte)

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