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AMD: K6-2-Chips fast ausverkauft

AMD ist schon jetzt nahezu seine gesamte Quartalsproduktion an Prozessoren los geworden. Die K6-2-Chips sind bis Ende Juni fast ausverkauft. Das Unternehmen konnte vor allem von den Lieferengpässen beim Erzrivalen Intel profitieren.

AMD hat schon jetzt nahezu die gesamte K6-2-Produktion des laufenden Quartals an die PC-Hersteller ausgeliefert. Wie AMD-Sprecher Jan Gütter gegenüber der PC-WELT erklärte, sind die rund vier Millionen K6-2-CPUs bis Ende Juni fast ausverkauft. Dies sei relativ ungewöhnlich für das traditionell schwächste zweite Quartal. Auch das Geschäft mit dem High-End-Prozessor Athlon laufe nach wie vor hervorragend - AMD nehme aber noch Bestellungen entgegen.

AMD will für das gesamte Geschäftsjahr 2000 über 25 Millionen CPUs absetzen. Über die Hälfte davon sollen Athlon-Chips sein.

Grund für den Run auf AMD-Chips ist laut Firmenvertretern entweder eine "unglaubliche Nachfrage" oder Lieferengpässe beim Erzrivalen Intel. Auch dass Intel seine 633- und 667-MHz-Celerons nicht - wie ursprünglich geplant - diese Woche, sondern erst im Juni auf den Markt bringt (siehe Meldung von heute), ist nach Ansicht von Analysten ein Zeichen dafür, dass der Prozessorriese mit Kapazitätsprobleme zu kämpfen hat.

Bei Veröffentlichung des Quartalsergebnisses Anfang April hatte Intel-Chef Craig Barrett eingeräumt, dass man die Nachfrage unterschätzt habe. In diesem Jahr will Barrett 6 Milliarden Dollar in die Chip-Produktion investieren, um die Kapazitäten auszubauen. Nutznießer der Engpässe war Intels Rivale AMD, der letzte Woche einen Rekordgewinn für das erste Quartal melden konnte. (PC-WELT, 25.04.2000, sp)

Intel: Schnelle Notebook-CPUs (PC-WELT Online, 25.4.2000)

AMD: Bestes Quartal (PC-WELT Online, 13.4.2000)

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