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AMD: Intel erzählt "einen Haufen Mist"

15.06.2005 | 14:52 Uhr |

Intels Zweikern-Prozessoren sind "einfach das schlechtere Produkt", behauptet AMD-Boss Hector Ruiz in einem Interview, und nennt Beispiele.

In einem Interview mit der Tageszeitung FAZ hat AMD -Boss Hector Ruiz den Erzrivalen Intel scharf angegriffen: Laut Ruiz sind Intels Zweikern-CPUs gegenüber AMDs Offerte „ein schlechtes Produkt“. Intel hat „bei der Vorstellung doch einen Haufen Mist erzählt“, so Ruiz. Seine These untermauert der Chef von AMD mit folgenden Argumenten:

AMD-Produkte seien den Intel-Chips bei der Energieversorgung überlegen, da keine Änderung der Gerätearchitektur erforderlich sei: „Herausziehen, reinstecken, fertig“, so Ruiz. Lediglich „ein kleines Software-Update“ sei dann abschließend noch notwendig, womit der AMD-Boss wohl das notwendige Bios-Update meint, um in einem bestehenden Sockel-939- und -940-PC einen Zweikern-Prozessor von AMD zu betreiben. Was Ruiz allerdings verschweigt: Besitzer von Sockel-754-Platinen bleibt das Dualcore-Upgrade verwehrt. Intels Zweikern-Chips hingegen, so Ruiz, bräuchten eine völlig andere Spannungsversorgung als die Vorgängermodelle, sprich: in jedem Fall eine neue Hauptplatine.

Uns wundert nur, dass Ruiz nicht noch weitere Vorteile des Zweikern-Konzepts von AMD zur Sprache gebracht hat, etwa die geringere Verlustleistung und die zumindest theoretischen Vorteile des schnelleren Datenaustauschs zwischen den beiden Prozessorkernen.

Was uns hingegen überhaupt nicht verwundert: Mit keinem Wort erwähnt Ruiz, dass der günstigste Einstieg in die Zweikern-Klasse bei AMD rund 540 Euro kostet (Athlon 64 X2 4200+), während Sie bei Intel mit 260 Euro (Pentium D 820) noch nicht einmal die Hälfte hinblättern müssen - wobei wir die tatsächliche Verfügbarkeit für Endkunden jetzt Mal dezent ausblenden.

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