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Access mit neuen Versionen seiner Linux-Plattform

Access hat zwei neue Versionen seines Betriebssystems für Smartphones und Embedded Devices angekündigt. Die Access Linux Platform (ALP) 3.0 wird das zuküftige Spitzenprodukt des Entwicklers, eine abgespeckte Version mit der Bezeichnung ALP mini ist für preisbewusste Märkte gedacht.

Der Software-Entwickler Access erweitert sein Smartphone-Betriebssystem Access Linux Platform (ALP) um zwei neue Versionen. Für High-End-Geräte stellte das Unternehmen ALP 3.0 vor, "die nächste Flaggschiff-Generation des Linux-Betriebssystems". Es ist LiMo-kompatibel, unterstützt hohe Auflösungen, animierte Übergänge sowie Sensoren und soll vom Nutzer intuitiv bedienbar sein. Ebenfalls neu ist ALP mini, eine abgespeckte Version für "preisbewusste Märkte". Sie ist für preiswerte Smarthpones und Embedded Devices wie Set-Top-Boxen und Multimedia-Player gedacht.

Access kaufte 2005 Palm Source, den Entwickler des Betriebssystems für die Palm PDAs und Smartphones, und entwickelte daraus ein neues Betriebssystem, das abwärtskompatibel ist. Deshalb laufen auf ALP 3.0 sowohl Drittanwendungen, die für mobiles Linux programmiert wurden, als auch für Palms Garnet OS 5. ALP 3.0 setzt einen Prozessor mit einem Takt von mindestens 400 Megahertz sowie 128 Megabyte RAM und Flashspeicher voraus und unterstützt Displayauflösungen von QVGA (240x320 Pixel) bis WVGA (480x800 Pixel).

Bis erste Geräte mit ALP 3.0 herauskommen, kann es aber noch ein paar Monate dauern. Bislang hat nur der japanische Netzbetreiber NTT Docomo Pläne, das Betriebssystem im kommenden Jahr in seinen Handys einzusetzen. Es soll die MOAP (L) Linux Plattform ersetzen. Bereits im November soll ein ALP-Smartphone auf dem russischen Markt erscheinen. Der israelische Hersteller Emblaze Mobile verrät jedoch nicht, welche Version von ALP auf seinem Edelweiss genannten Modell läuft. Technisch erfüllt es alle Anforderungen für ALP 3.0.

ALP Mini ist weniger ressourcenhungrig. Die Systemversion benötigt nur eine 200-Megahertz-CPU, 32 Megabyte RAM und 32 Megabyte Flash-Speicher. Die Software ist ab sofort lizensierbar. Sie enthält ein komplettes Middleware-Paket, ein Entwickler-Kit und optional einen Linux-Kernel, der von Access angepasst wurde. Darüber hinaus bekommt der Lizenznehmer auf Wunsch zahlreiche Zusatzsoftware wie Browser, Mediaplayer, MobileTV-Player oder PIM-Suite. Der Endkunde kann weitere Linux-Software von Drittanbietern nachrüsten, Garnet-OS-Applikationen sind auf der Mini-Version jedoch nicht lauffähig.

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