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AIM-Wurm mit Weihnachtsgrüßen

07.12.2005 | 15:44 Uhr |

In der Vorweihnachtszeit ist besondere Vorsicht geboten, denn viele Schädlinge greifen das Thema Weihnachten auf.

Weihnachten steht vor der Tür - das nutzen auch die Programmierer von Viren und Würmern. So bringen sie etwa Schädlinge in Umlauf, die sich als Grußkarten zum Weihnachtsfest ausgeben. Ein Beispiel unter vielen ist ein kürzlich entdeckter Wurm, der sich über den AOL Instant Messenger (AIM) verbreitet.

Nach Angaben des Internet Storm Center sendet der Wurm über den AIM Nachrichten mit einem Download-Link:

"This AIM user has sent you a Greetings Card, to open it visit: http://greetings.aol.com/index.pd?source=christmastheme?my_christmas_card.COM"

Der Link führt jedoch nur scheinbar zu einer AOL-Website, tatsächlich zeigt er auf den Download einer Kopie des Wurms: "http://<IP-Adresse>/My_Christmas_Card.COM" oder "http://<IP-Adresse>/My_Christmas_Card.SCR". Klickt der Empfänger auf den Link und öffnet die herunter geladene Datei, wird der Wurm aktiv und sendet die oben zitierte Nachricht an alle Kontakte in der Buddy-Liste des AIM.

Antivirus-Programme identifizieren den Wurm als Mitglied der "Sdbot"-Familie, wenn auch mit sehr unterschiedlichen Namen. Daraus folgt, dass der eigentliche Zweck dieses Wurms darin besteht, neue Zombies zu erschaffen, also die infizierten Rechner einem Netz fremdgesteuerter PCs ("Botnet") hinzu zu fügen.

Gerade in der Vorweihnachtszeit sollten Sie besonders aufmerksam sein. Würmer und Trojanische Pferde können auch den Umstand nutzen, dass viele Menschen jetzt im Internet Weihnachtsgeschenke kaufen. Schädlinge können dann zum Beispiel in Mails stecken, die vorgeblich eine Rechnung, Auftragsbestätigung oder dergleichen enthalten sollen - oder eben Weihnachtsgrüße.

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