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ADSL2+: Mehr Speed, mehr VoIP-Probleme?

15.11.2006 | 15:45 Uhr |

Ein britischer Distributor warnt vor potenziellen VoIP-Problemen in Verbindung mit ADSL2+.

Schneller muss nicht immmer gleich besser sein - diese Volksweisheit scheint zumindest auf die Kombination aus ADSL2+ und VoIP zuzutreffen. Benutzer dieser schnellen Internet-Zugänge, so warnt Scott Dobson, Managing Director beim englischen Distributor Vcomm , laufen Gefahr, dass sie zeitweise nicht mehr zuverlässig per VoIP telefonieren können.

Ursache des Problems ist laut Dobson die bei ADSL2+ vorgesehene Automatic Rate Adaption. Um Verbindungsabbrüche zu verhindern und eine zuverlässige Datenübertragung zu gewährleisten, kann ADSL2+ bei Störungen (etwa durch Übersprechen von anderen Leitungen) bestimmte Frequenzbereiche dynamisch ab- beziehungsweise anschalten. Als Folge der Abschaltung sinkt dann die Übertragungsrate. Ein Effekt, der zwar bei der Datenübertragung für den Benutzer kaum bermerkbar ist, aber bei der Echtzeitanwendung VoIP durchaus stört. So hat Dobson gemessen, dass die Geschwindigkeit teilweise auf Werte um die 57 Kbit/s sank. Dieses Phänomen könnte laut Dobson mit der zunehmendenVerbreitung von ADSL2+ in den Internet-Stoßzeiten häufiger auftreten, wenn viele Benutzer gleichzeitig Online gehen und sich ihre Verbindungen gegenseitig stören.

Entsprechende Werkzeuge zur Überprüfung der eigenen VoIP-Verbindung findet der Anwender beispielsweise bei MyVoIPSpeed . (hi)

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