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ADAC hat nur bei der Wahl zum Lieblingsauto betrogen

26.02.2014 | 05:22 Uhr |

Der ADAC hat in den vergangenen Jahr beim Gelben Engel lediglich in der Kategorie „Lieblingsauto der Deutschen“ betrogen. Weitere Manipulationen konnten dem Konzern durch den externen Prüfer Deloitte nicht nachgewiesen werden.

Das Wirtschaftsprüfungsunternehmen Deloitte hat in dieser Woche seinen Abschlussbericht (PDF) für die Wahl des Gelben Engels des ADAC vorgelegt. Aus der Untersuchung geht hervor, dass der Automobilclub in den Jahren 2005 bis 2014 lediglich in der Kategorie zur Wahl des Lieblingsautos der Deutschen Manipulationen vorgenommen hat. In den restlichen neun Kategorien wie etwa „Auto der Zukunft“ konnten die Prüfer keine Änderungen in der Rangfolge durch den ADAC feststellen.

Einen weiteren Betrugsversuch deckte Deloitte jedoch bei einem Test zur „Reiselimousine 2014“ auf. Dabei habe der ehemalige Kommunikationschef Michael Ramstetter bei einem Kollegen angefragt, ob der Zweitplatzierte des Tests nicht auf den ersten Platz geschoben werden könne. Die Anfrage wurde durch einen Mitarbeiter des Ressorts „Test & Technik“ jedoch abgelehnt.

Laut Deloitte-Urteil sei die Datenlage beim ADAC generell undurchsichtig. In den vergangenen Jahren seien die Bewertungskategorien bei der Wahl zum Gelben Engel immer wieder verändert worden. „Transparenz und Konsistenz“ seien dadurch nicht immer gegeben gewesen, so der Prüfbericht. Der ADAC wälzt die Schuld an den Manipulationen bei der Wahl zum Lieblingsauto der Deutschen indes komplett auf Ramstetter ab und will juristische Schritte gegen den Ex-Kommunikationschef einleiten.

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