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ADAC-Präsident Peter Meyer kommt mit Rücktritt Suspendierung zuvor

10.02.2014 | 15:44 Uhr |

ADAC-Präsident Peter Meyer ist zurückgetreten. Doch keineswegs freiwillig, er kam mit seinem Rücktritt nur seiner Suspendierung zuvor. Das teilte der ADAC mit.

Schnell machte heute die Meldung die Runde, dass Peter Meyer von seinem Amt als ADAC-Präsident zurückgetreten ist. Dabei klang es zunächst so, als ob er das auf eigenen Entschluss hin gemacht hätte, um „nicht länger alleine verantwortlich gemacht zu werden“ und um nicht länger „Angriffen und Diffamierungen“ ausgesetzt zu sein. Doch von einem freiwilligen Rücktritt kann ganz offensichtlich keine Rede sein, wie diese kurz darauf veröffentlichte Pressemitteilung des ADAC beweist:
 
„ADAC Präsidium und Verwaltungsrat nehmen Amtsniederlegung von Peter Meyer zur Kenntnis.
 
Der ADAC e.V. nimmt den Rücktritt seines Präsidenten Peter Meyer zur Kenntnis. Damit übernimmt dieser die politische Verantwortung für die zahlreichen Vorwürfe, die in den vergangenen Wochen gegen den Verein erhoben wurden.
 
Das Amt des ADAC Präsidenten wird kommissarisch von Vizepräsident Dr. August Markl (65) übernommen.
 
'Unter der Führung von Peter Meyer ist der ADAC stark gewachsen, wovon Mitglieder und Mitarbeiter des ADAC in den letzten Jahren profitiert haben. In den vergangenen Wochen ist jedem in der Führungsspitze des ADAC bewusst geworden, dass die Struktur des ADAC den mit der Organisationsgröße verbundenen Anforderungen nicht mehr gerecht wird. Deshalb haben wir jetzt einen tiefgreifenden Reformprozess eingeleitet, der auch vor vermeintlichen Tabus nicht zurückschreckt und den ADAC für die Zukunft neu aufstellt. Wir wollen mit dieser Erneuerung schnellstmöglich das Vertrauen in den Club wieder herstellen', sagte Dr. August Markl.

Angesichts der aktuellen Vertrauenskrise des ADAC und der erschütternden Ergebnisse der aktuellen Krisenaufarbeitung hat das Präsidium des ADAC am Montagvormittag ein Suspendierungsverfahren gegen Peter Meyer beschlossen. Peter Meyer, seit Mai 2001 im Amt, war in seiner Funktion als ADAC Präsident schon aufgrund der Satzung in besonderem Maße für Kommunikation und Außenwirkung verantwortlich.
 
Der ADAC e.V. wird die Nachfolge für das Präsidentenamt bei der nächsten ordentlichen Hauptversammlung im Mai 2014 regeln.“
 
BWM und VW planen Rückgabe aller ADAC-Preise
 
Damit steht fest: Der ADAC hätte seinen Präsidenten suspendiert, wenn dieser nicht von sich aus zurückgetreten wäre. Und eine Formulierung wie  „ADAC Präsidium und Verwaltungsrat nehmen Amtsniederlegung von Peter Meyer zur Kenntnis“ klingt nun wirklich nicht so, als ob man beim ADAC das Ausscheiden von Meyer sonderlich bedauern würde.

Meyer hatte trotz der immer größer werdenden Flut von Vorwürfen bis zuletzt versucht alle Verantwortung von sich zu weisen. Und dabei in Kauf genommen, dass der ADAC nicht mehr aus den Schlagzeilen kam.

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