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ADAC: Computer schaut unter die Motorhaube

15.04.2005 | 13:21 Uhr |

Ohne Laptop geht oft nichts mehr: 60.000 Mal konnten die gelben Engel mittels moderner Diagnosegeräte unterwegs den Grund für das Liegenbleiben eines Wagens ermitteln.

Ohne Laptop geht nichts mehr. Das gilt auch für die Pannendiagnose und -behebung bei modernen Autos. Die gelben Engel des ADACs konnten bei 60.000 Einsätzen im Jahr 2004 mithilfe des mobilen PCs sofort die Onboard-Diagnose stellen.

Damit konnte die Erfolgsquote bei neueren Fahrzeugen mit entsprechender Schnittstelle deutlich gesteigert werden, wie der Automobilclub mitteilte. Seit Ende 2003 sind alle 1700 ADAC-Straßenwachtfahrer mit Laptops zur elektronischen Fehlerdiagnose ausgestattet und geschult. Zuvor war das elektronische Auslesen technischer Defekte laut ADAC nur in Fachwerkstätten möglich.

Die ADAC-Pannenhelfer können so per Onboard-Diagnose den Fehler eines liegen gebliebenen Fahrzeugs auslesen. Die elektronische Fehlererkennung funktioniert dabei wie in der Fachwerkstatt: Der Pannenhelfer verbindet seinen Laptop über einen EU-weit genormten 16-poligen Stecker mit dem Steuergerät des Autos. Mit der entsprechenden Software kann der tragbare Computer alle Systemcodes abfragen und so die Fehlermeldungen entgegennehmen. Durch die Aufschlüsselung des fünfstelligen Fehlercodes weiß der Pannenhelfer sofort, welcher Fehler vorliegt.

Einen großen Wermutstropfen gibt es allerdings: Die Diagnose eines Fehlers bedeutet noch lange nicht, dass der Fehler auch sofort behoben werden kann. Gerade bei modernen Hightech-Fahrzeugen bleibt somit trotzdem nur der Weg in die Fachwerkstatt. Der ADAC äußerte sich allerdings nicht dazu, wie viele Fahrzeuge sofort wieder fahrbereit gemacht werden konnten und wie viele abgeschleppt wurden.

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