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9-Dollar-Mini-Computer stärker als der Raspberry Pi

12.02.2016 | 10:56 Uhr |

Der Einplatinen-Computer der Firma Next Thing Co. ist kleiner als eine Scheckkarte, stärker als der Pi und das für nur 9 US-Dollar.

Update 12.02.2016: Es ist soweit die ersten Lieferungen des Mini-Computers, abseits der Kickstarter-Kampagne, wurden nun verschifft. Laut Hersteller wurden wohl neben den Auslieferungen über Kickstarter 50.000 der 9-Dollar-Computer in einem Monat verkauft und 10.000 weitere alleine an einem einzigen Tag vorbestellt. Wer sich die den Platinen-Computer momentan vorbestellt, wird ab Juni beliefert. Auf der Hersteller-Website getchip.com erfahren Sie mehr.

Ursprüngliche Meldung: Die Firma Next Thing Co. aus Oakland in Kalifornien hat auf Kickstarter Ihren Einplatinen-Computer namens C.H.I.P. vorgestellt und sucht noch nach Unterstützern. Der Mini-Computer (40 x 60 mm) hat es in sich. Er wird als Open-Source-Hardware vorgestellt, darf also verändert und sogar weiterentwickelt werden. Er ist kleiner als eine Scheckkarte und dennoch besitzt er eine stärkere Hardware als ein Raspberry Pi und das für 9 US-Dollar (ca. 8 Euro).

Das angestrebte Finanzierungsziel von 50.000 US-Dollar hat das Team rund um den Einplatinen-Computer bereits erreicht. Bei Fertigstellung des Artikels lag die derzeitige Unterstützung bereits bei mehr als 130.000 US-Dollar. Und das nicht ohne Grund: In dem Kraft-Zwerg steckt genügend Potential um zum Beispiel einem Raspberry Pi Paroli zu bieten.

Ausgerüstet ist der Mini-Computer mit einem 1 GHz ARM-Prozessor, 512 MB DDR3-Arbeitsspeicher und 4 GB internem Flashspeicher. Um sich bestmöglich mit anderen Geräten und dem Netzwerk zu verbinden, spendieren ihm die Entwickler noch einen WLAN- sowie einen Bluetooth-4.0-Chip. Die Grafikeinheit ist im ARM-Prozessor integriert, die GPU trägt den Namen Mali400 und ist „OpenGL ES 2.0“- und „OpenVG 1.1“-kompatibel. Onboard ist die Platine zudem mit je einem USB- und MicroUSB-Port, einem Audioausgang und einem Mikrofoneingang sowie einem Composite-Video-Ausgang bestückt. Ein Anschluss für eine externe LiPO-Batterie ist auch Verfügbar, so kann das Gerät sogar abseits der Steckdose verwendet werden.

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Wer das Gerät als Mediacenter verwenden will oder generell eine Videoausgabe in einer besseren Qualität als von dem verfügbaren Composite-Ausgang haben möchte, muss etwas tiefer in die Tasche greifen und auf einen der beiden optionalen Adapter für VGA- oder HDMI-Ausgabe zurückgreifen. Das Paket mit VGA-Adapter beläuft sich dann auf 19 US-Dollar oder 24 US-Dollar mit HDMI-Adapter inklusive.

Zudem warten die Entwickler mit PocketC.H.I.P. auf. Hierbei handelt es sich um ein Case um den Mini-Computer in ein tragbares Gerät zu verwandeln. Die Features dazu: „4,3 Zoll“-Touchscreen, QWERTY-Tastatur und eine Batterie, die fünf Stunden Leistung bieten soll. Das PocketC.H.I.P.-Paket kostet 49 US-Dollar.

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Die Entwickler setzen zudem auf Debian-Linux als Betriebssystem, mit dem in Kombination mit C.H.I.P. sämtliche Verwendungen verwirklicht werden sollen: Office, Surfen, (einfache oder ältere) Games, Programmieren und natürlich sämtliche Projekte für Bastler.

Wer an einem der kleinen Einplatinen-Computer interessiert ist, kann die Kampagne noch bis zum 6. Juni 2015 unterstützen. Ausgeliefert soll der Mini-Computer bereits im Dezember werden. Interessenten der VGA/HDMI-Pakete oder des PocketC.H.I.P. müssen sich noch bis Mai 2016 gedulden. Auch die Versandkosten nach Deutschland sollten bedacht werden, diese liegen bei 20 US-Dollar (ca. 18 Euro).

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