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7,7 Millionen Unterschriften gegen Internet-Apotheken

04.07.2002 | 10:44 Uhr |

7,7 Millionen Unterschriften gegen den Versandhandel mit Medikamenten sammelte die Initiative Pro Apotheke seit April. In Berlin wurden die gesammelten Unterschriften nun der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Gudrun Schaich-Walch, übergeben. Die Initiative sieht die Aktion als vollen Erfolg und als "eindeutiges Votum für den Erhalt der deutschen Apotheken" durch die Bevölkerung.

7,7 Millionen Unterschriften gegen den Versandhandel mit Medikamenten sammelte die Initiative Pro Apotheke seit April. In Berlin wurden die gesammelten Unterschriften nun der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Gudrun Schaich-Walch, übergeben. Die Initiative sieht die Aktion als vollen Erfolg und als "eindeutiges Votum für den Erhalt der deutschen Apotheken" durch die Bevölkerung.

"Das Ergebnis der Initiative hat alle Erwartungen übertroffen und ist in dieser Höhe einmalig in Deutschland", stellte Hans-Günter Friese, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), fest. Mehr als 20.000 Apotheken im gesamten Bundesgebiet beteiligten sich an der Initiative und informierten ihre Kunden über die mutmaßlichen Auswirkungen des Versandhandels.

Laut Friese sei die große Anzahl der gesammelten Unterschriften "eine eindeutige Aufforderung an alle die politischen Mandatsträger, die derzeit darüber diskutieren, das Arzneimittelgesetz zu ändern und den Versandhandel in der Bundesrepublik zu legalisieren".

Auch wenn sich die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände gegen den Versandhandel von Medikamenten ausspricht, hat die Vereinigung neue Vorschläge zur Optimierung der Arzneimittelversorgung in petto. "Sie umfassen das Angebot eines flächendeckenden kostenneutralen Zustelldienstes durch pharmazeutisches Fachpersonal aus wohnortnahen Apotheken ebenso wie die Änderung der Arzneimittelpreisverordnung, die ein Einsparpotenzial von rund 500 Millionen Euro erzielen können", heißt es in der offiziellen Erklärung der Bundesvereinigung.

www.initiative-pro-apotheke.de

Regierung will Medikamentenbezug über das Internet erlauben (PC-WELT Online, 11.06.2002)

Sozialministerium verbietet Kassen Internethandel mit Arzneimitteln (PC-WELT Online, 22.05.2002)

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