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6233, 6234 und 6282: drei neue UMTS-Handys von Nokia

04.04.2006 | 15:41 Uhr |

Fast zwei Jahre ist es her, dass Nokia sein legendäres Business-Barrenhandy 6230 vorstellte. Nach einem massiv aufgewerteten "i"-Modell folgt nun, ein dreiviertel Jahr nach dessen Marktstart, der eigentliche Nachfolger. Genaugenommen handelt es sich beim Nokia 6233 aber trotz der namentlichen Ähnlichkeit um ein völlig neues Modell, das wie kaum ein anderes dabei helfen wird, die GSM-Ära zu Grabe zu tragen.



Damit die schöne, nicht mehr ganz so neue, 3G-Welt auch was zum Bestaunen hat, integriert Nokia in ein 6030 -ähnliches Gehäuse Technologie, die man bisher nur in der N-Series erwartet hätte. Neben einem UMTS-Chip steckt auch eine 2-Megapixelkamera im 6233. Der Speicher des Telefons lässt sich mit microSD-Karten (ein weiteres Novum für den finnischen Hersteller) auf bis zu 2GB aufrüsten, was in erster Linie dem integrierten MP3- und AAC-Player zugute kommt. Wer nicht über genügend digitale Musik verfügt oder nicht seine gesamte CD-Sammlung rippen will, kann auch auf einen Visual Radio-fähigen FM-Tuner zurückgreifen. Die Soundwiedergabe erfolgt auf einem Stereo-Speakersystem, das sogar 3D-Effekte wiedergeben können soll.

Besonderes Augenmerk sollte man aufs Display werfen: trotz der Integration in ein platzmäßig eher beschränktes Barrenformat bringt das Nokia 6233 320x240 Pixel (QVGA) und 262.144 Farben auf den Schirm und bietet damit genug Platz für die neueste Generation von Nokias Series40-System. Das weist interessanterweise darauf hin, dass der Hersteller trotz seines großen Engagements im Symbian/S60-Bereich nicht auf ein Low-End-Betriebssystem verzichten will. Abgesehen von seinen Erweiterungsmöglichkeiten wird man aber auch als Business-Nutzer erstmal nicht viele Features am System vermissen. Es verfügt über ausgereifte Adressbuch- und Kalenderfunktionen. Anstehende Termine oder verpasste Nachrichten werden übersichtlich auf einem "Active-Standby"-Screen angezeigt, ähnlich dem, den man auch beim 6680 bzw. N70 oder dem Neues-Bildschirm eines K750i findet. Kalendereinträge, Kontaktdaten und Aufgaben lassen sich über SyncML drahtlos oder übers Datenkabel mit einer lokalen Outlook-Installation synchronisieren.





Das Neuland, das Nokia mit dem 6233 betritt, wurde bislang in erster Linie von Motorola ( E1000 ), Samsung ( Z500 ) und Sony Ericsson ( K600i ) beackert - für den 3G-Markt bot der finnische Hersteller fast ausschließlich Smartphones wie das 6630 an.

Grund genug, dem 6233 mit einem Exklusivmodell den Rücken zu stärken: beim 6234 verlässt man sich auf niemanden geringeren als Vodafone, um den Erfolg zu provozieren und hofft auf ähnliches Marktverhalten wie beim K750i, das den Händlern trotz Betreiberbranding förmlich aus den Händen gerissen wurde. Abgesehen von Menüführung, anders belegten Softkeys und Start- und Endanimation soll sich das 6234 vom 6233 technisch in keinster Weise unterscheiden. Nokia bemüht sich sogar um Understatement und bescheinigt der Vodafone-Variante vollfunktionale Bluetooth-Connectivity. Dank 3G-Funk wird es auch Musik- und Videodownloads unterstützen, eine zweite Kamera zwecks Videotelefonie sucht man bei beiden Geräten vergeblich. Optisch unterscheiden sich beide Geräte durch die Farbgebung der Rückseite (das 6234 hat eine anthrazitfarbene Rückseite), ein Vodafone-Logo am Fuß der Gehäusefront und im Design der Tastaturmatte. Der Starttermin fürs 6234 wurde indessen gut gewählt: das gebrandete 6234 soll bereits im ersten Quartal 2006 zu haben sein, das Originalgerät wird dagegen erst im 2.Quartal in den Läden stehen.

Erstmals bemüht sich der weltweite Marktführer auch mit Pioniergeist um seine Kundschaft aus den Vereinigten Staaten. Das neue Nokia 6282 ist die amerikanische Version des hierzulande gerade erscheinenden UMTS-Phones 6280 , funkt aber nicht mit CDMA oder EV-DO, sondern wird sich insbesondere bei T-Mobile USA-Kunden gesteigerter Beliebtheit erfreuen: für die Übermittlung von 3G-Daten nutzt es als eines der ersten überhaupt erhältlichen Geräte das 1900er-UMTS-Frequenzband, das in Deutschland vornehmlich für GSM-Daten vorgesehen ist. Das Handy wird im Laufe des kommenden Jahres erscheinen, eine 1-Megapixelkamera auf die Rückseite montiert bekommen, über ein FM-Radio und einen miniSD-Slot verfügen sowie in den GSM-Frequenzen 850/1800/1900 funken.

Optisch orientiert es sich sowohl am 6280 als auch am 6111 und verfügt über eine praktische Slider-Automatik.

Mehr Informationen
» Datenblatt | Mehr Bilder zum Nokia 6233
» Datenblatt | Mehr Bilder zum Nokia 6234
» Datenblatt | Mehr Bilder zum Nokia 6282

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