121902

Sony-Notebooks ohne Bloatware nur gegen Gebühr

25.03.2008 | 15:33 Uhr |

Eigentlich müsste man meinen, dass ein neuer Rechner ohne zusätzliche Software weniger kosten würde. Ganz anders bei Sony: Dort wurde 50 US-Dollar dafür berrechnet, dass man Notebooks ohne die sogenannte Bloatware erhielt.

Der PC-WELT Schwesterpublikation PC-World war am Karfreitag aufgefallen, dass Sony bei seinen Notebooks Vaio TZ2000 und TZ2500 eine ganz spezielle Gebühr verlangte: 50 US-Dollar sollte man dafür zahlen, dass man den Rechner ohne vorinstallierte Demo-Anwendungen erhielt.

"Fresh Start" nennt Sony die buchbare Option, mit der Notebook-Käufer entscheiden können, dass sie das Gerät ohne jegliche Demo-Anwendungen und damit in einem sauberen Zustand erhalten. Diesen Zusatzdienst ließ sich Sony bis vor kurzem aber auch ordentlich bezahlen. Zunächst einmal war "Fresh Start" nur in Verbindung mit WIndows Vista Business erhältlich und zudem wurden dafür 50 US-Dollar zusätzlich berechnet. Mit anderen Worten: Wer ein Notebook wünschte, auf dem nur das Betriebssystem installiert war, musste draufzahlen. Einerseits durch die Wahl von Windows Vista Business statt Windows Vista Home Premium, was einen Aufpreis von 100 US-Dollar bedeutete, anderseits auch zusätzlich durch eine Gebühr in Höhe von 49,99 US-Dollar.

PC-World machte darauf aufmerksam und wies auch darauf hin, dass sich viele PC-Hersteller von Software-Herstellern dafür bezahlen lassen, auf den Systemen Demo-Anwendungen und Probierversionen von Spielen zu installieren. Andrerseits nehmen diese Installationen aber auch wertvollen Festplatten-Speicherplatz in Beschlag und beeinträchtigen die Systemperformance.

Sony begründete die Gebühr damit, dass man den Aufwand berrechne, den die Entfernung der unerwünschten Software mit sich bringe. Dennoch reagierte das Unternehmen prompt auf den Bericht der PC-WORLD und strich die Gebühr.

Das ein derart großes Unternehmen so schnell reagiert, ist durchaus bemerkenswert. Eine Einschränkung bleibt aber weiterhin: Wer die "Fresh Start"-Option wünscht, der muss die Notebooks auch in Verbindung mit Windows Vista Business erwerben. Wer dagegen das Notebook mit Windows Vista Home Premium wünscht, der zahlt zwar 100 US-Dollar weniger, muss aber auch die vorinstallierte Software akzeptieren.

0 Kommentare zu diesem Artikel
121902