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Sony Ericsson startet PlayNow Arena

Sony Ericsson hat angekündigt, seine Download-Plattform PlayNow Arena am 25. August zu starten. Der Dienst wird zunächst in den skandinavischen Ländern angeboten, der Rest Europas soll im Laufe dieses Jahres folgen. In Zukunft soll der Kunde die Wahl aus 5 Millionen Songs und zahlreichen Spielen für sein Handy haben.

Die von Sony Ericsson im Januar angekündigte PlayNow Arena startet am Montag, den 25. August. Die Internetseite gibt den Nutzern sowohl am PC als auch über das Handy Zugang zu Musik, Handyspielen und -Applikationen und ist der Nachfolger des lange vernachlässigten Online-Shops PlayNow. Der Dienst wird zuerst in den skandinavischen Ländern eingeführt und soll bis Ende des Jahres in ganz Europa verfügbar sein.

Zu Beginn gibt es eine Auswahl aus über 1 Million Musiktiteln von den großen Major-Labeln wie Sony BMG, Warner Music und EMI. Alle Songs werden ohne digitales Rechtemanagement angeboten, der Kunde kann sie nach Belieben auf verschiedene Endgeräte kopieren oder auf CD brennen. Die Auswahl soll später auf 5 Millionen Titel steigen. Der Preis orientiert sich an Apples iTunes-Shop. In Schweden wird jedes Stück 9 Schwedische Kronen (1,43 Euro) kosten, in Europa knapp 1 Euro und in den USA rund 1 Dollar.

Das Unternehmen hofft, mit dem Dienst eine weitere Einkommensquelle zu erschließen, wie Martin Blomkvist, Leiter der Abteilung für Content Akquisition and Management kürzlich zugab. Digitale Musik ohne Kopierbeschränkungen und Spiele sollen den Nutzer anlocken und den Absatz von Mobiltelefonen ankurbeln.

Dann gab er noch einen kleinen Einblick in das Geschäft. Mit dem Verkauf von Musik alleine sei kaum Gewinn zu machen, beschwerte er sich. Nach Abzug von Steuern und den Gebühren der Netzbetreiber würde kaum ein Gewinn übrigbleiben. Das Geschäft allein auf Musik aufzubauen, sei unsinnig. "Könnten wir nur Musik anbieten, hätten wir es nicht gemacht," sagt er. "So wie das Geschäft derzeit aufgebaut ist, werden außer der Musikindustrie nur sehr wenige Leute von digitaler Musik reich. Grob ausgedrückt, die Musik bringt uns keinen Haufen Geld ein." Die Gewinnspanne bei Spielen sei viel höher, erzählt er weiter, ohne jedoch genaue Angaben dazu zu machen.

Wie schon zuvor Apple und Nokia ist auch Sony Ericsson zu der Erkenntnis gelangt, dass die Inhalte ein immer entscheidenderes Kaufkritierium bei Handys werden. Die Technik rückt langsam aber sicher in den Hintergrund, weil mehr und mehr Geräte über die gleiche Ausstattung verfügen.

Apple hat mit iTunes und iPod erfolgreich vorgemacht, wie eine Integration von Soft- und Hardware den Verkauf von Geräten ankurbelt. Mit seinen Ovi-Diensten hat Nokia das Konzept auf Musik, Spiele, soziale Netzwerke und Navigationsdienste erweitert. Wie bei iTunes lassen sich die Inhalte zwar auf jedem PC nutzen, aber nur auf den Endgeräten des Herstellers überall hin mitnehmen. Das Angebot von Sony Ericsson sieht allerdings gegen die allumfassenden Dienste von Nokia mager aus.

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